
Bienen haben keine verbale Sprache (sie benutzen keine Worte). Was macht nun eine Biene, wenn sie eine Futterquelle gefunden hat und es den anderen Arbeitsbienen mitteilen will? Natürlich gibt es für dieses Problem eine Lösung: Bienen tanzen Bienentänze. Es gibt zwei verschiedene Arten von Bienentänzen: den Schwänzeltanz und den Rundtanz. Aber wann wird nun welcher Tanz getanzt?
Wenn die Entfernung von der Futterquelle bis zum Bienenstock bis zu ungefähr 90m beträgt, tanzt die Biene den Rundtanz. Dieser wird aufrecht an den Waben im Bienenstock getanzt. Die Biene tanzt dabei eine Figur, die ein bißchen aussieht, wie ein Hufeisen (s. Bild).

Wenn die Futterquelle weiter als 90m vom Bienenstock entfernt ist, wird der Schwänzeltanz getanzt. Dieser sieht aus, wie eine Acht (s. Bild). Dabei "schwänzelt" die Biene eine gerade Linie, das heißt, sie wackelt mit dem Hinterleib und macht dann einen Bogen nach links, schwänzelt dann wieder und macht einen Bogen nach rechts. Dieser Vorgang wird wiederholt, wobei die Geschwindigkeit von der Entfernung der Futterquelle zum Bienenstock abhängt: je langsamer die Biene tanzt, desto weiter ist die Futterquelle vom Bienenstock entfernt. Der Schwänzeltanz wird ebenfalls an den Waben im Bienenstock getanzt. Es ist aber ein bißchen schwieriger als beim Rundtanz: Man kann sich senkrecht an den Waben eine Achse denken. Wenn die Biene mit dem Kopf nach oben auf dieser Achse schwänzelt, liegt die Futterquelle auf der Strecke vom Bienenstock zur Sonne.



Wie ergiebig die Futterquelle ist, sieht man daran, wie lebhaft und schnell die Biene den Tanz tanzt (je lebhafter und schneller sie tanzt, desto ergiebiger ist die Futterquelle). Beide Tänze werden von den anderen Bienen im Stock nachgetanzt, bis die Bienen genau wissen, wo die Futterquelle liegt.
Diese Seite wurde erstellt von: Rebecca und Franziska