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Austausch mit anderen Schulen


Wir pflegen einen alljährlichen Kontakt und Austausch mit

  • der Deutschen Schule Teneriffa (DST) in Spanien,
  • der Nasr Girls School Hyderabad in Indien,
  • der Lyakirimu Secondary School in Tansania
  • und mit allen Lise-Meitner-Gymnasien in Deutschland


Deutsch-Indisches Klassenzimmer:

Drei Jahre Schüleraustausch Hamburg-Hyderabad

Interkulturelle Kompetenz ist ein zentraler Bestandteil zukunftsfähiger Bildung. Die moderne Welt fordert von jungen Menschen, dass sie global denken, verschiedene Perspektiven berücksichtigen und sensibel kommunizieren. Sie müssen teamfähig sein, Herausforderungen fantasievoll und flexibel bewältigen, Konflikte friedlich lösen und auch in fremden Kulturen zielorientiert handeln. Unsere Schulpartnerschaft mit Schulen in Südindien bietet eine ideale Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu trainieren. Seit 2010 nehmen jedes Jahr 36 Jugendliche aus Hamburg und Hyderabad an dem einjährigen Kooperationsprogramm teil, das vom Lise-Meitner-Gymnasium gemeinsam mit dem Heilwig Gymnasium und dem Gymnasium Eppendorf ins Leben gerufen wurde und von namhaften Institutionen unterstützt wird. Im Rahmen von Projektarbeiten zum Thema „Erneuerbare Energien“ schärfen die Teilnehmer ihr Bewusstsein darüber, dass die bisher scheinbar selbstverständlich genutzten Ressourcen und Rohstoffe nicht unendlich verfügbar sind und entwickeln gemeinsam Strategien für eine nachhaltige Entwicklung. Höhepunkte sind natürlich die Besuche im anderen Land. Im Januar reisen die Hamburger nach Indien und im Mai kommen die Inder nach Hamburg. In ihren Gastfamilien lernen die Schüler den fremden Alltag kennen, und in der Schule absolvieren sie ein arbeitsreiches Projektprogramm, das von Gruppenarbeit, Rechercheaufgaben, Expertenvorträgen und themenorientierten Exkursionen geprägt ist und mit einer großen Abschlusspräsentation in englischer Sprache endet.

Für alle beteiligten Schüler der letzten Jahre war dieser Austausch eine Erfahrung, die sie als Persönlichkeiten reifer und selbstsicherer gemacht hat. Die Jugendlichen haben eigene Grenzen überschritten und Handlungsspielräume erweitert. Jedes Jahr aufs Neue wird die anfänglich fremde Projektgruppe nach und nach zu einem eingeschworenen Team, in dem zahlreiche Freundschaften fürs Leben geschlossen werden. Ein unvergessliches Erlebnis! (Martina Homburg)


Ereignisse im Schuljahr 2013-2014


Gäste im Haus!

Was braucht es für die Energiewende? SchülerInnen aus Hyderabad und Hamburg erforschen erneuerbare Energien.

Vom 7.-23. Mai 2014 haben wir wieder eine Gruppe von Schülerinnen der Nasr Girls School Hyderabad (Indien) zu Gast. Gemeinsam mit ihren Buddies aus dem Gymnasium Eppendorf, dem Heilwig Gymnasium und unserer Schule absolvieren die Schüler ein intensives Programm, in dem sie ihre interkulturelle Kompetenz trainieren und sich mit dem Leben in Hamburg, der Energiewende und Aspekten jüngerer deutscher Geschichte vertraut machen.


Zurück aus Tansania

Zum siebten Mal besuchte eine Delegation des Lise-Meitner-Gymnasiums die Lyakirimu Secondary School in Tansania. Zweieinhalb Wochen hatten Moira Boennen, Friederike Kantzenbach, Alexander Moeck (S1) und Jan Fink (S3) mit dem betreuenden Lehrer Herrn Gutschmidt Gelegenheit, bei Unterrichtsbesuchen und vielen persönlichen Gesprächen Schüler und Lehrer der Partnerschule kennenzulernen. Bei mehreren Exkursionen konnten sie außerdem einiges über das Land Tansania erfahren. Große Freude bereiteten die mitgebrachten 6200€, die beim Bau eines Lehrerhauses und eines Schülerinnenwohnheims sowie für die Beschaffung von Mathematikbüchern benutzt werden.

Ereignisse im Schuljahr 2012-2013

¿Intercambio con Tenerife? ¡Por supuesto - y con la conciencia verde!

Schüleraustausch mit Teneriffa? Ja, klar - und das mit grünem Gewissen!

Als mit demEtikett „Klimaschule“ ausgezeichnetes Gymnasium muss man sich die kritische Frage nach der Vereinbarkeit eines Schüleraustausches in das ca. 4000 km entfernte Teneriffa mit der eingegangenen Verpflichtung, die Umwelt zu schützen schon gefallen lassen. Immerhin sind die CO2-Emissionen eines Flugzeuges auf dieser Strecke nicht unerheblich. Da ist auch das vielfach angebrachte Argument: „Aber Frau Spranger, der Flieger wäre doch auch ohne uns gestartet!“ nicht sehr überzeugend.

Als Fremdsprachenlehrerin muss ich andererseits nicht lange nach Gründen suchen, die für einen Schüleraustausch sprechen. Auch bei unserem diesjährigen Besuch der Deutschen Schule Teneriffa (DST) vom 17. 2. bis 27. 2. 2013, an dem 14 Schüler der neunten Klassen des Lise-Meitner-Gymnasiums teilnahmen, wurden wir wieder überaus gastfreundlich aufgenommen. Unsere Schüler hatten teilweise erstmals Gelegenheit, ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse in den Familien und im (Schul-) Alltag anzubringen, im Kontakt mit ihren Partnern und Gasteltern neue Wortfelder und Ausdrücke zu erschließen, sowie Einblicke in die spanische - speziell kanarische - Kultur zu erhalten. Darüber hinaus nahmen wir atemberaubende Blicke auf einen schneebedeckten Teide mit nach Hause und genossen lehrreiche Geographiestunden in situ auf unserer Exkursion in die Höhen der Cañadas. Im Museo del Hombre y de la Naturaleza erfuhren wir vom Leben der Guanches – der Ureinwohner Teneriffas - auf der Millionen Jahre alten Vulkaninsel und nahmen an einer sehr kurzweiligen Unterhaltung mit zwei Ratsmitgliedern des kanarischen Parlaments in deren Regierungssitz, im sogenannten Cabildo, teil.

Der Schüleraustausch wäre mit diesen hier nur beispielhaft genannten Programmpunkten schon gerechtfertigt. Doch auch die Erziehung unserer Schüler zu ökologischem Denken und Handeln gehört zum Leitbild unserer Schule und sollte sich daher als übergeordnetes Projekt im Austausch mit der DST wiederfinden. So konnten wir lokale Partner für unsere Idee begeistern, mit unseren Schülern einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der CO2-Bilanz unserer Kulturbegegnung zu leisten: Zusammen mit ihren spanischen Austauschpartnern pflanzten die LMGler unter Anleitung tinerfeñischer Förster 1050 Setzlinge kanarischer Kiefern. Die Wiederaufforstungsaktion war einerseits Spaß und Abenteuer, führte uns aber andererseits die eigene Verantwortung für die Umwelt plastisch vor Augen. So blickte auf der Rückfahrt manch einer mit Wehmut und Stolz auf „sein Bäumchen“ zurück und verließ die Höhen Aguamansas mit dem guten Gefühl, dass es in einigen Jahren wahrscheinlich zu einer stattlichen Kiefer herangewachsen sein würde.

War dies in ökologischer Hinsicht der Höhepunkt der Reise, so wurden uns doch ebenso im Instituto Tecnológico de Energías Renovables (Institut für erneuerbare Energien, kurz ITER) eindrucksvoll die Möglichkeiten und Chancen alternativer Energiegewinnung aufgezeigt. Auch hier trugen Experimente (u.a. mit Sonneneinstrahlung) und Anschauungsunterricht (die Begehung des Inneren eines Windkraftrades) dazu bei, unsere SchülerInnen für Umweltthemen zu sensibilisieren.

Alles in allem war der Schüleraustausch DST-LMG 2013 eine gelungene Verknüpfung von sprachlicher Anwendung, landeskundlicher Erfahrung und Umwelterziehung.

Ein großer Dank gilt den Organisatoren vor Ort, Kerstin Kashta, Jonay Díaz und José Luis Wagener. Letztere durften wir im Mai in Hamburg zum Gegenbesuch begrüßen. Auch wenn Hamburg sich wieder einmal nicht von der sonnigsten Seite zeigte, konnten wir unseren Austauschpartnern ein umfangreiches kulturelles Programm bieten. ¡Hasta la próxima Tenerife!

N. Spranger Domínguez

Indien-Austausch 2012-13: Erneuerbare Energien in Indien und Deutschland

  • Die Infoseite für den Besuch im Januar 2013 in Hyderabad findet ihr [hier]

Auch in diesem Schuljahr nahmen sechs Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am Schüleraustausch Hamburg-Hyderabad (Indien) teil, den wir gemeinsam mit dem Heilwig Gymnasium, dem Gymnasium Eppendorf und der Nasr Girls School Hyderabad im Rahmen des Programmes „Schulen, Partner der Zukunft“ (PASCH) durchführten.

In diesem interdisziplinären, vorrangig englischsprachigen Projekt erweitern die Teilnehmer zugleich ihre Sprachkenntnisse, ihre interkulturelle Kompetenz und ihr Wissen über Erneuerbare Energien in Indien und Deutschland.

Die Schüler in Hamburg und Hyderabad bearbeiten während des gesamten Schuljahres wöchentlich einen neuen Arbeitsauftrag, tauschen ihre Ergebnisse über das Internet mit der gesamten Gruppe aus und treffen sich regelmäßig. Zusätzlich erhalten die indischen Schüler in Hyderabad Deutschunterricht.

Höhepunkte des Programms sind natürlich die gegenseitigen Besuche: Die Hamburger reisten im Januar 2013 für fast drei Wochen nach Hyderabad, die Inder kamen im Mai 2013 zum Gegenbesuch nach Hamburg.

Das Besondere in diesem Jahr: die großzügige Förderung des Austauschs durch die Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programmes „Deutsch-Indisches Klassenzimmer“.

Erfahrungsbericht 2012-13 (Mareike Eis)

2013 fand das Projekt Indo-German-Youth-Exchange, an dem die Hamburger Gymnasien Lise-Meitner, Eppendorf und Heilwig und die indische Nasr Girls School teilnahmen, erneut statt. Dabei flogen wir, das sind 6 Schüler von jeder Schule und jeweils ein dazugehöriger Lehrer, als Höhepunkt im Januar drei Wochen in die Stadt Hyderabad in Andra Pradesh und bekamen im Mai natürlich den Gegenbesuch unserer indischen Partnerinnen in Hamburg. Das Thema „Erneuerbare Energien in Hamburg und Hyderabad“ zog sich dabei als Leitfaden durch dieses Projekt, das direkt nach dem Sommerferien mit einem Essen in einem indischen Restaurant startete und dann mit regelmäßigen Treffen und Aufgaben weitergeführt wurde.

Große Spannung gab es dann im Herbst, als wir endlich erfuhren, wer unsere Partnerinnen waren. Diejenigen, die noch nicht von ihren „Buddies“ angeschrieben worden waren, taten das nun und einige waren schon schnell sehr freundschaftlich miteinander, während sich andere noch wenig mit ihren Partnerinnen austauschten. Und dann rückte der Flugtermin auch schon immer näher, die Visaanträge wurden gestellt und dann waren auch schon die Weihnachtsferien da und mit der näher rückenden Reise, wuchs auch die Vorfreude und Spannung. Was erwartete uns? Wie war die Familie? Wie war das Leben dort? Man kannte ja die Klischees über Indien und selbst wenn wir uns sicher sein konnten, dass wir fließend Wasser haben würden, denn unsere Austauschpartnerinnen kamen allesamt aus guten Familien, war einem vielleicht doch etwas mulmig.

Reise und Ankunft

Und da war er auch schon, der 7. Januar, an dem wir uns um 12 Uhr am Flughafen trafen. Dort verabschiedeten wir noch unsere, zum Teil besorgten, Familien und dann ging es bald darauf auch schon ins Flugzeug. Erst einmal flogen wir sechs Stunden nach Dubai, wo wir einen langen vier Stündigen Aufenthalt hatten und dort stiegen wir dann in den Flieger nach Hyderabad, der mit reichlich Verspätung dann morgens gegen zehn Uhr Ortszeit landete. Dort wurden wir von der Schülergruppe und ihren Angehörigen in Empfang genommen, jeder bekam eine schöne Blumenkette umgehängt und dann verabschiedeten wir uns auch schon von unseren Freunden und stiegen ins Auto.

Erste Eindrücke: Straßen und Gastfamilie

Schon auf dieser Fahrt sah ich, dass ich sozusagen in einer komplett anderen Welt gelandet bin. Mal abgesehen davon, dass wir auf der linken Seite fuhren und uns nicht anschnallten, sah ich zuerst schöne gepflegte Blumenwiesen, die aber langsam aber sicher immer mehr verschwanden, je näher wir dem Stadtgebiet kamen. Anfangs dachte ich, wir führen an einem ärmlichen Teil der Stadt vorbei, aber langsam begriff ich, dass es fast überall so heruntergekommen aussah. Die Anzahl der Menschen und der Verkehr waren ein Schock für mich – alles war voll. Überall waren Fußgänger, und erst die Straßen! Die Autos drängten sich aneinander und hupten wie verrückt, sodass ich dachte, gleich müsste es einen Unfall geben. Doch die Inder kannten sich mit diesem Verkehr aus, deshalb bekam ich keinen einzigen Crash während meiner Zeit dort mit, obwohl die verbeulten „Super Luxury“ Busse aussahen, als wären sie vierzig Jahre alt und die Rikschas, die dreirädrigen Taxen, als ob sie gleich auseinanderfielen.

Zuhause durfte ich mich dann erst einmal ausruhen und duschen – das tat ich wie die Inder mit Eimern, weil ich nie verstand wie die Duschbrause funktionierte. Außerdem hatte meine Familie auch eine „normale“ Toilette wie bei uns zuhause, was nicht selbstverständlich war. Als es dann Mittagessen gab, war das gewissermaßen wie ein Sprung ins kalte Wasser für mich – ich hatte das gemeinsame Essen beim Inder in Hamburg wegen Krankheit versäumt und deshalb vorher nie indisch gegessen. Aber es schmeckte mir. Zu jedem Gericht gab es Reis, was typisch für die südindische Küche ist, und da meine Gastfamilie aus dem Norden Indiens kommt, gab es außerdem immer eine Art Brotlappen.

Der erste Tag in der Schule

Am nächsten Tag ging es dann in die Schule, die früher mal ein Schloss war. Sie unterschied sich komplett von unseren. Treppenhäuser und Flure waren offen und draußen, eine Turnhalle gibt es nicht, sondern der asphaltierte Hof dient als Sportplatz. Dort wurden wir von der Direktorin und einer Schülergruppe willkommen geheißen und nach einigen Kennenlern-Spielen ging es dann auch schon los mit der Arbeit. Wir wurden in Gruppen mit jeweils sechs Teilnehmern eingeteilt, jeweils drei Deutsche mit ihren indischen Buddies, und wir erhielten unsere Themen, die am Ende der drei Wochen vor einem kleinem Publikum aus Eltern, Lehrern und Schülern präsentiert werden sollten.

Projektbezogene Exkursionen

In den nächsten Wochen machten wir viele Ausflüge, auf denen wir lernten, wie in Indien alternative Ressourcen genutzt werden. Am Stadtrand von Hyderabad besuchten wir eine kleine Fabrik, die Solarlampen herstellt und in verschiedene Länder Asiens und Afrikas exportiert. Wir fuhren in den Rural Technology Park, wo Geräte entwickelt werden, die die Lebensqualität in ländlichen Gebieten verbessern, z.B. Biogasanlagen, sonnenbetriebene Wasserpumpen, Solarkocher und Kurbeln, mit denen Akkus aufgeladen werden können. Begeistert waren wir von dem handgeschöpften Papier, mit dem Frauen auf dem Land ihr Einkommen aufbessern können, ziemlich gewöhnungsbedürftig fanden wir hingegen den Dung und die zahlreichen Würmer, die den Boden fruchtbar machen, ohne dass die Bauern chemische Düngemittel verwenden müssen. An einem anderen Tag lernten wir, wie man aus einer alten Plastikflasche eine leuchtende Lampe bauen kann, deren Nutzen und Effekt uns dann auch bei einem Besuch in einer kleinen Slum-Siedlung vorgeführt wurde. Zuletzt besuchten wir ein Klärwerk, das Abwasser aus der Stadt filtert, bevor es in den großen See im Zentrum der Stadt geleitet wird.

Spiele, Spaß und Teambuilding

Höhepunkte waren vermutlich unser Wochenend-Trip in das kleine Outdoor-Gelände Greenfields, wo wir Vertrauensübungen und Übungen zur Förderung der Teamfähigkeit machten und die Felslandschaft Andhra-Pradeshs erwanderten. Wegen der Kälte und des harten Betonbodens, auf dem wir schliefen, hatten wir dort die wahrscheinlich schlimmste Nacht unseres Lebens! Spaß hatten wir auch beim Sankranti-Festival, eine Art Erntedankfest, bei dem man Drachen steigen lässt und mit Kreidepulver und Blütenblättern kunstvolle Rangolis auf die Gehsteige malt.

Am zweiten Wochenende machten wir einen Ausflug in den Srisailam National Park. Das ist ein riesiges Naturschutzgebiet, wo wir auf einer Wanderung und in einem Ranger-Zentrum viel über die dort lebenden Menschen, Pflanzen und Tiger erfuhren. Auf der Anfahrt „duschten“ wir unter einem Wasserfall (allerdings nur in T-Shirt und kurzer Hose), ließen uns Kappen und Schokoriegel von den Affen klauen und überquerten im Sonnenuntergang einen riesigen Staudamm zur Elektrizitätsgewinnung. Wir schliefen in einem eher wenig komfortablem Hotel und standen morgens früh auf, um barfuß den dort gelegenen großen hinduistischen Tempel zu besuchen und kamen erst am Abend wieder von der Reise zurück.

Vergessen darf man natürlich auch nicht die etlichen Shopping-Touren in unserer Freizeit, die entweder in den unzähligen Malls, in denen man Markenkleidung für deutlich günstigere Preise bekam, oder auf einen der Märkte oder rund um das Charminar, das Wahrzeichen im Zentrum der Stadt mit vier hohen Minaretten, wo einem Schmuck, Tücher und allerlei anderer indischer Kram hinterhergeworfen wurde.

Abschied aus Hyderabad

Am letzten Abend fanden wir uns mit unseren Gastfamilien zum „Farewell-Dinner“ in einem Restaurant mit einem riesigen, vielfältigen Buffet ein - Jungs und Männer in Kurta und Mädchen und Frauen in indischen Kleidern – nur Antonia, unsere beiden Lehrerinnen und ich trugen einen Sari, das traditionelle indische Gewand für Frauen. Es wurden einige Reden gehalten, Fotos gemacht und viele Tränen geweint. Am darauf folgenden Morgen verabschiedeten wir uns dann am Flughafen von unseren Partnerinnen und ihren Familien, wobei es immerhin den Lichtblick gab, dass wir uns im Mai wiedersehen würden.

Ankunft in Hamburg

Am Abend des 12. Mais fanden wir uns dann am Flughafen in Hamburg ein - weniger aufgeregt, wir kannten die Mädchen ja mittlerweile alle, aber dafür voll freudiger Erwartung! Als wir dann endlich die ersten Inderinnen erblickten, bestanden die nächsten Minuten nur aus Umarmungen und Begrüßungen, sodass es sich lange hinzog, bis wir endlich nach Hause fahren konnten. Wir alle hatten gehofft, dass während des Besuches der Inderinnen in Hamburg die Sonne schiene – war doch gerade der Monat Mai normalerweise besonders schön. Doch dieses Jahr regnete es bei eher gemäßigter Temperatur leider oft. So war das Wetter für meine Partnerin Pankti wirklich ein Schock. In ihren indischen Sommerferien mit Temperaturen von über vierzig Grad hatte sie sich redlich bemüht, sich mit „warmen Kleidern“ für ihren Deutschland-Aufenthalt auszurüsten, aber nichts half gegen den Wind und den Regen, der sie in Hamburg erwartete.

Projektarbeit

Wir machten Experimente mit Brennstoffzellen, ein Rollenspiel zum Thema Küstenschutz und Wattenmeer, führten unsere Gäste durch das Umweltzentrum Gut Karlshöhe und ließen uns von einem Ingenieur den Windpark in Neuengamme erklären. Parallel dazu arbeiteten wir immer wieder an unseren Projektaufgaben, deren Ergebnisse in der letzten Besuchswoche am Heilwig Gymnasium und am Gymnasium Eppendorf in Form eines Marktplatzes präsentiert wurden. Dabei gab es für jede Gruppe einen Stand mit Pinnwänden und die eingeladene Schülergruppe wurde ebenfalls in Grüppchen eingeteilt, die dann von Stand zu Stand gingen und sich von den Teams ihre Arbeiten und Projekte erklären ließen.

Ein Höhepunkt war sicherlich unsere dreitägige Wochenendreise nach Sylt, wo am ersten Tag sogar die Sonne schien und viele von uns in der Nordsee badeten, darunter waren auch einige Inderinnen mit ihren seltsamen Baderöcken. Selbst wenn die darauffolgenden beiden Tage eher trüb und neblig waren, hatten wir doch unseren Spaß: Wir besuchten das Zentrum Naturgewalten in List, stapften mit Gummistiefeln durchs Watt, gruben bei kaltem Wind allerlei Würmer und anderes Getier aus dem Schlick und ließen uns von einer kanadischen Praktikantin die Gezeiten erklären.

Unternehmungen in und um Hamburg

Trotz des schauerlichen Wetters hatten wir eine schöne gemeinsame Zeit und auch einige sonnige Tage. Um die Stadt kennen zu lernen, wanderten wir durch den Jenisch-Park, fuhren mit dem HVV-Schiff zu den Landungsbrücken und erklommen den Michel, gingen auf der Alster Kanu fahren, machten eine Rallye durch die Innenstadt und besichtigten das Hamburger Rathaus. Unser Besuch im Windpark Neuengamme führte uns auch zur Gedenkstätte Neuengamme, und viele indische Schülerinnen blieben spontan dort, um das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zu besuchen, die Ausstellung anzusehen und vielfältige Fragen zur deutschen Geschichte zu stellen.

In der zweiten Woche erhielten die Eltern die Möglichkeit, sich zu treffen und über ihre Erfahrungen auszutauschen. In der Aula des Gymnasiums Eppendorf trafen sich alle Teilnehmer zu einem kleinen Bergfest. Schön anzuschauen und für uns sehr exotisch war die Tanzeinlage im Rahmen der cultural presentation, bei der die Inderinnen uns Tänze aus den verschiedenen Regionen Indiens vorführten und erklärten.

Das zweite Wochenende hatten wir frei zur Verfügung. Einige nutzten es, um mit ihren Partnerinnen nach Berlin zu fahren, andere besuchten Verwandte, und ich ging mit Pankti in den Hansa-Park in Sierksdorf an der Ostsee. Trotz Regen war sie begeistert. Außerdem waren da noch die beiden Geburtstage, die wir feierten. Als erstes den von Tamara, an dem wir, reichlich eingedeckt mit Kuchen, Keksen und Chips, nach unserer Arbeit am Heilwig-Gymnasium in den Stadtpark gingen und die Sonne genossen. Und natürlich auch Basmas Party, die wir abends im Garten von Anton B feierten.

Abschied

Auch in Hamburg feierten wir eine Farewell-Party zum Abschluss, ein sonniger Abend auf der Terrasse eines Rudervereins an der Alster, zu dem alle Projektteilnehmer und ihre Eltern und Geschwister eingeladen waren und jeder fürs Buffet etwas zu Essen mitbrachte. Wir bedankten uns bei unseren Lehrern, Frau Homburg, Herrn Bruhn und Frau Hutmacher, und unsere Austauschpartnerinnen bekamen zur Erinnerung einen Bilderrahmen mit einigen Fotos von der Zeit in Hamburg. Unser DJ Vincent, der im vorigen Jahr in Hyderabad gewesen war, sorgte für Musik und wir tanzten bis in die späte Abendstunde. Am 30. Mai verabschiedeten wir uns dann deutlich einige Nuancen trauriger bei den Inderinnen, die wir teilweise doch richtig lieb gewonnen hatten und hofften, dass wir uns bald wiedersähen.

Mareike Eis (S1)


Ereignisse im Schuljahr 2011-2012


Schulaustausch Hamburg-Hyderabad(Indien) 2012

Eine Schülergruppe aus drei Hamburger Gymnasien (Heilwig Gymnasium, Gymnasium Eppendorf und Lise Meitner Gymnasium) berichtet von einem Austausch aus Indien. Die indische Partnerschule ist die Sreenidhi International School. [Lage in Indien]

  • Der Besuch der indischen Gäste fand im Mai/Juni 2011 in Hamburg statt. Einen Blog der indischen Gruppe gibts [hier]

ECHTZEIT - junges projektlabor

ECHTZEIT - junges projektlabor Im Rahmen der Ernennung Hamburgs zum „Green Capital 2011“ organisierte MitOst Hamburg ein Projekt für Jugendliche zum Thema Ökologie und Nachhaltigkeit. Das Projekt besteht aus drei Modulen und hat das Ziel, Russland und Deutschland näher zusammenzubringen und weitere Projekte zu diesem Thema zu erschaffen, die die Teilnehmer selbst entwickeln und realisieren sollen. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland (hauptsächlich aus Hamburg und Dresden, aber auch Coswig, Stuttgart, Halstenbek, Eberbach, Ulm und Berlin) und Russland (Kaliningrad und St. Petersburg). Auch ich nehme an diesem sehr interessanten Projekt teil. Das erste Modul fand bereits im November 2010 statt. Wir, ca. 40 Teilnehmer, trafen uns zum ersten Mal in der Hamburger HafenCity und verbrachten gemeinsam neun Tage auf den Traditionsseglern Pipilotta und Ryvar. Wir lernten uns kennen, erkundeten die Stadt Hamburg in einer „ökologisch-historischen Stadterkundungsrallye“, nahmen an einigen kleinen Exkursionen zu verschiedenen Themen teil und entwickelten letztendlich auch kleine Projekte, die sich um Ökologie und Nachhaltigkeit drehen. So gibt es zum Beispiel Projekte, die dieses Thema an Schulen, Unis etc. vermitteln sollen. Denn leider gibt es immer noch viele, die darüber unaufgeklärt sind. Besonders in Russland ist dies der Fall. Dort hängen keine Schilder neben den Türen mit den Aufrufen „Licht aus!“, „Fenster zu!“ und „Tür schließen!“ in jedem Klassenzimmer, eventuell bis auf einige wenige Ausnahmen... Bei uns ist es jedoch schon wie selbstverständlich, dass wir solche überall vorfinden. Außerdem gibt es Projekte zum „Re-Design“, zur Mülltrennung und zur Einführung von extra „Einrichtungen“ für die Entsorgung von Batterien in Russland und viele andere. Ende Mai – Anfang Juni findet Modul 2 in St. Petersburg statt. Hier sollen die einzelnen Projekte konkretisiert werden, um dann umgesetzt und im Modul 3 Anfang September beim Jugendumweltgipfel 2011 vorgestellt werden zu können.

Weitere Infos und Bilder vom Modul 1 Finden gibt es unter http://www.mitost-hamburg.de/echtzeit/.

Partner der ECHTZEIT: Theodor-Heuss-Kolleg, Landesjugendamt Hamburg, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Senatskanzlei der Stadt Hamburg, Stadtverwaltung Kaliningrad, Jugendamt Dresden, Stadtverwaltung St. Petersburg und Deutsch-Russischer Austausch in St. Petersburg.

Anastasia Milencuk, S2


Ereignisse im Schuljahr 2010-20111


Reise der Tansania-AG zur Partnerschule 2010

An den Fuße des Kilimandscharos sind am 22. September vier Schülerinnen und Schüler der Tansania-AG unter der Leitung von Michael Gutschmidt gereist. Sie besuchen unsere Partnerschule Lyakirimu Secondary School in Tansania, um vor Ort zu helfen und den lebendigen Kontakt zu pflegen. Die offizielle Schulpartnerschaft mit regelmäßigen Besuchen besteht seit 1990. Eine gute Reise! (schm)

Schulaustausch Hamburg-Hyderabad 2010 (Indien)

Eine Schülergruppe aus drei Hamburger Gymnasien (Heilwig Gymnasium, Gymnasium Eppendorf und Lise Meitner Gymnasium) berichtet von einem Austausch aus Indien. Die indische Partnerschule ist die Sreenidhi International School. [Lage in Indien]

Der Gegenbesuch der indischen Gäste fand im Mai/Juni 2011 in Hamburg statt. Einen Blog der indischen Gruppe gibts [hier]

Schüleraustausch Hamburg- Naumburg 2010

Initiiert durch die Architektin Iris Thyroff-Krause und gesponsert durch die Internationale Bauausstellung (IBA) konnte die 6d in diesem Schuljahr ein ganz besonderes Projekt machen:

Wir sind im Februar nach Naumburg gefahren, haben mit der 6d des dortigen Domgymnasium bei Schnee und eisigem, aber schönem Wetter die Stadt besichtigt und in der Schule zum Thema „wie ist eine mittelalterliche Stadt aufgebaut“ gearbeitet.

Natürlich haben wir auch den alten Dom mit den steinernen „Stifterfiguren“ angeschaut und diese, zurück in Hamburg, im Klassenzimmer nachgestellt und nachgespielt, wie sie und die anderen Kirchgänger sich vor 1000 Jahren unterhalten haben könnten.

Besonders spannend war, dass jedes Kind bei einem Partnerkind aus der 6d des Domgymnasiums übernachten konnte.

Im Juni kamen die Naumburger Schüler dann nach Hamburg. Hier hieß das Thema „die Stadt am Wasser“. Gemeinsam machten die Kinder eine Rallye durch die Speicherstadt, eine Hafenrundfahrt, schauten den alten Elbtunnel, die Modelleisenbahn und den Michel an. Die Hamburger Kinder erklärten den Naumburgern vor allem die verschiedenen Brückenkonstruktionen, mit denen die Fleete und Hafenarme überbrückt wurden.

Zum Abschluss zeigten sich die beiden Klassen gegenseitig, was sie jeweils in dem halben Jahr zwischen den Besuchen erarbeitet hatten:

Die Naumburger Kinder hatten sich damit befasst, wie man leer stehende Flächen in der Innenstadt sinnvoll nutzen könnte. Die Hamburger Kinder hatten Modelle gebaut von Häusern, die im Wasser stehen können, und die in der immer weiter wachsenden Großstadt auch bei steigendem Wasser oder Hochwassergefahr gutes Wohnen ermöglichen sollen. Die Architektur der Häuser ist von Brücken abgeguckt: Es sind Schrägseilkonstruktionen, Hängebrücken, Bogenkonstruktionen und Fachwerkelemente angewandt worden.

Intercambio Teneriffa – Hamburgo 2009

Auch dieses Jahr war es wieder so weit . Der Teneriffa Austausch 2009 sollte stattfinden. Und dies war nicht unbedingt selbstverständlich und forderte das ein oder andere “Organisationstalent”. Als uns unsere Spanisch Lehrerin Frau Spranger von dem Schüleraustausch mit der Deutschen Schule auf Teneriffa ( Colegio Aleman de Tenerife) erzählte, war die Neugier und die Begeisterung natürlich zunächst groß.

Doch schon bald stellte sich heraus, dass “wir Deutschen” ein wenig improvisieren mussten , da es mehr Anmeldungen spanischer Seite gab, als von unserer Jahrgangsstufe. Dies lag daran, dass aus Teneriffa eine gesamte Klasse kommen sollte und bei uns die Teilnahme für Schüler des Spanischkurses der 9. Klasse freiwillig war. Doch durch tatkräftige Unterstützung einiger 10. Klässler, sowie einigen Freiwilligen (aus dem NaWi-Kurs) und sogar Geschwisterkindern, stand dem Austausch dann nichts mehr im Wege. Und dies bewies einmal mehr, dass bei der richtigen Organisation und dem Engagement sowohl der Lehrer als auch der Schüler, der Spanisch Austausch doch auf die Beine zu stellen war.

Als der Austausch nun definitiv feststand, ging alles ziemlich schnell. Es folgten einige Informationsabende und schließlich kam der Augenblick, an dem wir unsere Spanischen Austauschpartner zugewiesen bekamen. Sofort begann der Kontakt, hauptsächlich über E-Mails oder sogar per Telefon, und schnell merkten fast alle, dass sie mit ihren Partnern bestens zurecht kamen. Natürlich wurden wir schon im Voraus viel über Hamburg gefragt, doch das sollten unsere Gäste noch früh genug zu sehen bekommen … Nämlich spätestens am Donnerstag, den 28 Mai 2009, dem Tag, an dem die Spanier gegen 15.00 Uhr in Hamburg unter der Begleitung von Frau Fröhlich ( früher Lehrerin am LMG) und Frau Pohl landeten.

Endlich waren sie da, und es folgte eine lange Begrüßung mit Umarmungen, Geschenken, vielen Fotos und allem drum und dran.

 Erstes Gruppenfoto am Hamburg Airport.

Darauf hin fuhren wir mit unseren Partnern nach Hause, und spätestens jetzt hatte der Austausch voll und ganz begonnen. Das wichtigste war natürlich anfangs die Sprache! Wie gut können wir uns eigentlich verständigen? Doch an dieser Stelle muss ich die Spanier einmal loben, denn der Großteil sprach wirklich sehr gutes Deutsch, was natürlich zu einem schnellen Kennenlernen beitrug. Den Abend verbrachten nun alle in ihren Familien. Die ersten Gruppen haben sich jedoch schon getroffen, doch wir verausgabten uns nicht allzu sehr, schließlich bestand uns Freitag die große Hamburg Rallye bevor. Hierbei mussten sich die Spanier mit einem deutschen Fragebogen und einem Stadtplan in der Hamburger Innenstadt zurecht finden und an Stationen , die von uns besetzt waren, Aufgaben lösen.

 Eine Rallyegruppe vor dem Chilehaus.

Auf diese Art und Weise lernten sie sowohl die Stadt Hamburg, als auch die Menschen ein wenig näher kennen. Nach diesem anstrengend Vormittagsprogramm stand nun das Wochenende bevor, und gleich am Freitag Abend trafen sich alle gemeinsam im Jenisch Park, um dort den Abend ausklingen zu lassen. Am Samstag gingen die meistens Spanier - natürlich - shoppen, einige verbrachten den Tag aber auch in ihren Familien. Abends ging es dann an die Elbe, von der die Spanier heute noch schwärmen!

An den nächsten Tagen folgte ein umfangreiches Programm. Die Spanier besuchten das Museum für Hamburger Geschichte, gemeinsam machten wir eine Hafenrundfahrt, bestiegen den Michel und besuchten das Hamburger Dungeon. Bei all diesen Ausflügen merkten wir gar nicht wie schnell die Zeit verging, und langsam entwickelten sich richtige Freundschaften, sodass wir uns auch immer wieder privat trafen und z.B. Filme guckten, paddeln auf der Alster gingen, ins Bowlingcenter, Billard spielen, shoppen usw.!

 Paddeln auf der Alster mit leichten Ruderproblemen, aber alle lächeln in die Kamera.

An unserem letzten Samstag fuhren wir dann alle zusammen in den Heidepark und verbrachten dort den ganzen Tag miteinander, was noch mal ein Highlight des Austausches war und uns sehr zusammenschweißte. Auch hier bildeten sich immer wieder neue Freundschaften, nicht nur mit dem eigenen Partner. Am Montag besuchte dann nur die spanische Gruppe Airbus und am Dienstag fuhren sie ins Science Center nach Bremen. Und am Mittwoch neigte sich dann leider alles auch schon wieder dem Ende. Unser geplantes Abschiedsfest an der Elbe mussten wir auf unsere Schule umlegen, da das Wetter nicht ganz mitspielte, doch trotzdem hatten wir ein wunderschönes Fest mit den Eltern und Lehrern und anschließend sind dann die Schüler unter sich noch ein letztes mal losgezogen, um den letzten Abend zu genießen.

 Alle warten während der Abschiedsfeier gespannt auf die Verkündung der Sieger der 
 Hamburgrallye.

Am Donnerstag morgen brachten wir die Spanier dann zum Flughafen. Der Abschied fiel allen sichtlich schwer, und es flossen eine Menge Tränen. Doch schließlich mussten wir uns alle verabschieden, noch ein letztes Abschlussfoto, bis die Spanier zu ihrem Flug nach Teneriffa eincheckten.

 Und noch schnell vor dem Abflug ein letztes Gruppenfoto am Flughafen gemacht.

Rückblickend war es eine wunderschöne Zeit mit sehr vielen Erlebnissen, neuen Eindrücken von Sprache und Kultur und ich denke ich rede im Namen aller, dass wir eine Menge Spaß hatten und ich möchte mich hierbei auch noch mal bei Frau Spranger, Frau Fröhlich, Herrn Albroscheit und Frau Pohl für die tolle Organisation und Unterstützung bedanken ! Und nun fiebern wir, die Deutschen, auf unseren Besuch auf Teneriffa hin, und hoffen dort eine genau so schöne Zeit zu verbringen, und selbstverständlich eine Menge Spanisch zu lernen …

 Text by: A. Heinius (10a), Fotos by: N.L.Krause (10a)

Intercambio Hamburgo - Teneriffa 2007

Bereits seit vielen Jahren existiert am Lise-Meitner-Gymnasium ein regelmäßiger Austausch der neunten Klassen mit Schulen in Spanien. In diesem Jahr fand der Intercambio zum ersten Mal mit der Deutschen Schule auf Teneriffa (dem Colegio Alemán de Tenerife) statt. Die Spanier sollten für 14 Tage in unseren Familien aufgenommen werden, etwas von Hamburg erfahren, ihre Deutschkenntnisse verbessern und unseren Schulalltag kennen lernen.

Alle waren sehr gespannt auf die Spanier: Sind sie nett? Werden wir uns gut mit ihnen verstehen? Können sie überhaupt so gut deutsch oder wir so gut spanisch, dass wir uns unterhalten können? Das waren nur einige Fragen, die uns durch den Kopf schossen.

Ein Fragebogen zu unseren Interessen, Charaktereigenschaften und Gewohnheiten gab den beiden organisierenden Lehrerinnen, Frau Spranger (unserer Spanischlehrerin am LMG) und Frau Fröhlich, die nach Teneriffa gezogen ist und nun dort an der Deutschen Schule unterrichtet, Ansatzpunkte, die passenden Austauschpartner zu finden. Als wir diese dann zugeteilt bekommen hatten, ging auch schon der E-mail- und Briefkontakt eifrig los.

Am 24.Mai 2007 war es dann so weit: Heute würden wir die Spanier endlich persönlich kennen lernen! Der Flieger hatte sich verspätet, weshalb unsere Gastschüler erst gegen 24.00 Uhr am Hamburger Flughafen ankamen. Dort übergaben wir ihnen auch gleich unsere Gastgeschenke, rote T-Shirts mit den jeweiligen Namen und dem Aufdruck ,,Hamburg-Teneriffa 2007“. Da es schon sehr spät war, waren wir alle zwar ziemlich müde, doch die meisten haben noch bis spät in die Nacht geredet. Alle fanden die Spanier auf Anhieb sehr sympathisch und so ziemlich alle waren mit ihren Austauschpartnern zufrieden. Es wurde auch ein sehr umfangreiches und spannendes Programm von Frau Spranger erstellt, wodurch wir fast jeden Tag unterwegs waren:

  • eine Hafenrundfahrt,
  • eine Hamburg-Rallye,
  • das Universum in Bremen,
  • eine Führung durch die Ausstellung „1000 Jahre Hamburg“,
  • das Hamburger Dungeon und
  • ein Besuch im AIRBUS - Werk waren unter anderem Ziele, die wir zusammen mit den Lehrern besichtigt haben.

Natürlich mussten unsere Gäste auch mal am Unterricht teilnehmen. In unserer Freizeit, also nachmittags und an den Wochenenden, konnten wir unser Programm selbst gestalten. Oft haben wir uns alle zusammen getroffen, manchmal haben die Spanier auch alleine Hamburg unsicher gemacht ;-)

In unserer Freizeit waren wir z.B. auf Shoppingtouren in der Stadt, im Heidepark, im Kino, einige waren Minigolf spielen oder auch Kart fahren.

Doch an den Abenden am Wochenende haben wir uns meistens alle zusammen getroffen und sind dann essen gegangen oder haben auch z.B. Sing Star gespielt. An diesen Abenden hatten wir immer sehr viel Spaß. Alle haben diese gemeinsame Zeit sehr genossen und es sind echte Freundschaften entstanden.

Auch die Abschiedsparty an der Elbe mit den Lehrern Frau Spranger, Frau Fröhlich, Herr Albroscheit und Herr González und unseren Eltern war sehr schön.

Hamburg zeigte sich von seiner schönsten Seite: bei gutem Wetter grillten wir am Elbstrand während im Hintergrund die großen „Pötte“ leise vorbeirauschten. Wir waren lustig und traurig zugleich, denn am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen und so flossen auch schon an diesem Abend ein paar Tränchen. Es entstanden die witzigsten und wildesten Theorien, wie man den Rückflug nach Teneriffa verhindern könnte.

Doch am 7. Juni 2007 war der Tag gekommen, an dem die Spanier wieder zurück nach Teneriffa fliegen sollten. Die Verabschiedung dauerte sehr lange da keiner wollte, dass die Austauschpartner, die nun auch zu Freunden geworden waren, Hamburg verlassen. Bei fast allen Mädchen flossen Tränen doch die Jungs blieben stark. Und so endete der erste Teil unseres Austausches um 12.40 Uhr, denn um diese Uhrzeit startete die Maschine in Richtung Santa Cruz.

Alle freuen sich schon auf den Gegenbesuch im November, wo wir deutschen Schüler endlich kanarische Luft schnuppern und unsere Freunde wieder sehen dürfen! Von: Widya Syafril

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