Sonnabendvormittag an der Julius-Leber-Schule: 438 Eltern, Schüler und Lehrer sind in Arbeitszeug gekommen, um das riesige
grüne Schulgelände zu pflegen und die Schule insgesamt zu verschönern.
Eine Vorbereitungsgruppe hatte jeden vorher noch einmal angerufen, um die Arbeit zu planen und für die nötigen Geräte und
Materialien zu sorgen. Daher waren alle schon fünf Minuten nach Beginn bei ihrer Arbeit. Seit Herbst 2000 finden diese Tage
traditionell im Frühjahr und Herbst statt.
Beim ersten haben die Mitglieder der Planungsgruppe noch gewettet, wie viele kommen. Nur einer hat es gewagt mehr
als 50 zu sagen. Es kamen damals 78.
Zieht man eine Bilanz dieser sechs Jahre, so kommt man auf etwa 10.000 Arbeitsstunden, die geleistet wurden
(oder zum Teil auch an der Kletterspinne verspielt wurden). Insgesamt eine Arbeitsleistung, die im sechsstelligen
Euro-Bereich liegt.
Wir haben dadurch ein hohes Niveau an Sauberkeit und Gepflegtheit in unseren Gartenanlagen, in unseren Fluren und
in unseren Klassen erreicht. Es gibt einige Objekte, an denen man dies tagtäglich sieht: Der Büro-Innenhof zwischen
dem Verwaltungsgebäude und dem alten Fachhaus wurde überhaupt erst im Rahmen der Geländetage angelegt und seitdem
kontinuierlich gepflegt. Ebenso die Rabatte am großen Haus: keine Ansammlung von Giersch, Ackerschachtelhalm und
Brombeeren mehr, sondern ein ansehnliches Stück Beet. Die Pausenhalle, die Flure im Verwaltungsgebäude und in den
Häusern sind regelmäßig gestrichen worden. Und natürlich unzählige Klassen im Laufe der Jahre. Wenn man davon ausgeht,
dass jede Klasse als Klasse 5 ihren Klassenraum renoviert und einige ältere Klassen, dann sind in diesen sechs Jahren
über 50 Klassenräume renoviert worden, so dass sie anschließend wie neu aussahen. Auch die Verkabelung unseres
Computernetzes wäre noch längst nicht so weit ohne die Geländetage. Besonders im Fachhaus bei den Naturwissenschaften
und im Bereich Arbeitslehre sind viele Meter verlegt und Dutzende von Verteilerboxen installiert worden.
Aber nicht nur dieser äußere Nutzen ist für uns als Schule wichtig, es gibt auch einen inneren Nutzen, einen Nutzen für
unser Zusammenleben und für das Schulklima. Es ist einfach schön, mit Eltern, Schülern und Lehrer gemeinsam zu arbeiten,
sich zu sehen, sich zu treffen und miteinander zu essen. Insofern haben sich die Geländetage über die Jahre zu einem
festen Treffpunkt unserer Schulgemeinschaft wie sonst fast nur noch der Tag der offenen Tür im Dezember entwickelt.
