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Trip to Alaska – third and last part


30.11.2008 Weekend 11. – 13. 10

Dieses Wochenende war ganz den Familien gewidmet, worüber sich alle doch sehr gefreut haben. Die meisten haben sich wohl privat mit anderen aus der Gruppe verabredet, haben die Familien besser kennen gelernt und ein bisschen mehr von der Stadt gesehen. Es gab aber auch größere Ausflüge, z.B. sind manche Familien jagen gegangen, was für die deutschen Schüler zuerst beängstigend wirkte, da sogar die eigenen Hosts mit 16 schon einen Waffenschein hatten, wobei man sich doch schon fragt, ob das wirklich nötig sei. Andere sind in ihr „Cabin“ (ein Baumstammhaus am Wasser) gefahren und waren angeln, selbst wenn die Familie keinen Fisch aß, was schon mal vorkam! Und dann gab es wieder andere, die einfach gar nichts gemacht und lieber den großen Flachbildfernseher zuhause genossen haben. Das Wochenende ging doch schneller vorbei, als man wollte, denn am Montag ging es schon sehr früh Richtung Denali.

Denali (National Park) 14. – 16. 10

Morgens früh war Treffen am „Main Office“ der Schule, und diesmal war wirklich jeder pünktlich. Vielleicht schien es auch nur so, weil der Bus einfach unverschämt spät kam. Dies hat er jedoch gleich wieder gut gemacht, indem er kein eiskalter Schulbus, sondern ein großer (mit Heizung und DVD-Player ausgestatteter) Reisebus war. Schließlich waren es bis zum Denali 6 Stunden Fahrt. Wir sind vorher noch einmal groß einkaufen gegangen, und haben hier gelernt, dass das Wort „Supermarkt“ in Deutschland ganz falsch benutzt wird. Denn was in Deutschland ein Laden ist, ist in den USA eine ganze Fabrik, dort konnte man schon fast eine komplette Wohnung einrichten. Auf der weiteren Fahrt haben wir uns einen Film angesehen, der z.T. in der Region spielte, in die wir fuhren, auf uns aber doch (das hofften wir zumindest!) nicht wirklich zutraf.

In „Into the Wild“ geht es um einen jungen Erwachsenen, der aus Protest gegen die Gesellschaft aus seiner Familie ausbricht und einmal quer durch die USA reist, nur seine Schwester weiß davon Bescheid. Seine Reise endet in Alaska. Man muss dazu sagen, dass es eine wahre Geschichte und ursprünglich als Buch erschien. Wir möchten niemandem, die das Buch vielleicht noch lesen werden oder den Film noch sehen wollen, die Spannung nehmen. Doch wird bereits im ersten Satz klar, dass die Reise von Christopher mit seinem Tod endet (unsere zum Glück nicht!).

Die Fahrt war hingegen sehr lustig und vor allen Dingen warm und bequem. Es war ein selten klarer Tag, wie uns der Fahrer erzählte, und so fuhren wir durch eine unglaubliche Winterlandschaft. Wir sind gegen Mittag in dem kleinen Ort „Healy“ angekommen, und waren positiv von unserem Hotel überrascht. Wir hatten gut eingerichtete Zimmer, es gab Kakao und Kaffee frei und dazu auch Telefone in jedem Zimmer, aber dazu gibt es später im Text mehr. Erst mal sind wir rausgegangen und durch den Schnee gelaufen. Dabei wurde natürlich schnell eine Schneeballschlacht angefangen, bei der wirklich jeder(!) einmal eingeseift wurde und nicht nur unsere Lehrer betroffen waren. Wir sind erst zurück zum Hotel gegangen, als es dunkel wurde und mussten dann erfahren, dass unsere Reise tatsächlich doch mit Arbeit verbunden war. Welch eine Überraschung! Wir sollten in der nächsten Zeit Aufsätze (auf Englisch) über ein Thema schreiben, dass uns während unserer Zeit in Alaska besonders beschäftigt hat.

Danach (und es war gerade 22 Uhr) sollten wir in die Betten und schlafen. Dass dies mal nicht so war, lag auch an den bereits erwähnten Telefonen. Denn es wurde heiter von Zimmer zu Zimmer telefoniert und was am Anfang noch Telefonstreiche waren, endete damit, dass dann doch einer weinte. Nein, geweint hat niemand, geschlafen aber auch nicht.

15.10 - Tuesday

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh aufstehen und das war uns eine Lehre, denn in der nächsten Nacht war alles ruhig. Wir hatten einen vollen Terminplan. Zuerst sind wir in eine der Kohleminen gefahren und durften dabei sogar im Bus sitzen bleiben, denn –15°C sind im Landesinneren Alaskas Anfang Oktober natürlich keine Seltenheit, für unausgeschlafene Hamburger aber doch recht kühl. Wie so vieles in Alaska war auch die Mine für alaskanische Verhältnisse eher klein, denn als man dem Tour Guide sagte, dass diese Mine ja unglaublich groß sei, schüttelte er den Kopf und wunderte sich über diese Aussage. Die Tour war interessant, doch die meisten zeigten ihr Interesse - durch die Wärme des Busses, den fehlenden Schlaf und die frühe Tageszeit begünstigt - lieber im Schlaf.

Als es dann richtig hell draußen war, fuhren wir zum „Visitors Center Denali“, indem uns eine der „Rangers“ erklärte, dass der Sinn dieses Nationalparks darin liege, nicht in die Natur einzugreifen. Dagegen gab es früher viel Protest, wie sie uns erzählte, denn nicht in die Natur einzugreifen, heißt auch, einen Elch, der von Wölfen langsam aufgefressen wird, eine Woche lang leiden zu lassen. Das erscheint im ersten Moment grausam, doch muss man bedenken, dass es Tiere früher auch ohne Hilfe von Menschen geschafft haben zu überleben. Danach wurde uns noch ein Film über Denali gezeigt, und über den Aufstieg zum Berg Mount McKinley, den größten Berg Nordamerikas, den wir am Tag zuvor bei der Hinfahrt schon gesehen hatten.

Gegen Mittag sind wir noch zu einem Ort gelaufen, den wir in dem Film über Denali schon gesehen hatten, an dem es „Alaskan Huskies“ (Schlittenhunde) gab. Sie waren zwar angebunden, aber man durfte mit ihnen spielen, wenn man denn wollte. Mit der Zeit traute man sich dann doch an die Hunde, manche waren zutraulich, andere weniger, aber gebissen wurde niemand. Besonders unsere lieben Lehrer kannten sich natürlich wunderbar mit Hunden aus, wie sie uns mehrmals klar machten!

Wir hatten noch den halben Tag Zeit um etwas zu unternehmen, und wie schon angekündigt, wollten wir in die Wildnis und sind etwa 2 ½ Stunden einem Trail auf einem Berg gefolgt, der uns zurück zum Visitors Center bringen würde. Man sah nur Wald um sich herum und wartete darauf, endlich mal Wölfe oder einen Bären zu sehen. Daraus wurde leider nicht mehr als ein Kaninchen, da die Gruppe sich lieber erneut der Schneeballschlacht widmete und somit zu laut war. Doch ziemlich weit oben wurden die Bäume weniger und man hatte einmal freie Sicht auf ein riesiges Tal umringt von Bergen, natürlich wurde auch hier wieder fleißig fotografiert.

Wir waren früher als erwartet schon wieder beim Visitors Center und da ging es sofort in den Bus, um zurück zum Hotel zu fahren. Doch vorher sind wir im naheliegenden Restaurant etwas essen gegangen und da wurde uns bewusst, dass es doch Menschen gibt, die in „Healy“ leben. Im Restaurant gab es alles, was wir wollten: Pommes, Wurst und Burger. Und den „Moose Burger“, der aus Elch-fleisch bestand, die meisten haben darüber geredet sich einen zu bestellen, am Ende hat es dann doch niemand gemacht.

Im Hotel zurück wurde in der „Lobby“, ausgestattet mit Kakao, über den Film „Into the Wild“ diskutiert. Dabei wurden wir von einem Arbeiter unterbrochen, der in Healy die Straßen erneuern sollte. So haben wir mit ihm über Alaska, die vielen Aussteiger, die trügerische Hoffnung auf ein Leben fernab der Zivilisation, die Präsidentschaftswahlen und die Regierung gesprochen. Dazu hat er etwas gesagt, was viele von uns sehr amüsant fanden: „I love my Government, but I can´t trust it“ (Ich liebe meine Regierung, aber vertrauen kann ich ihr nicht). Das nennt man amerikanischen Patriotismus. Danach ging es für uns in die Betten, und dieses Mal war wirklich (relativ) früh Ruhe.

Und wieder mussten wir früh aufstehen, alle Sachen zusammenpacken, die Zimmer aufräumen und dann sind wir zurück nach Anchorage gefahren. Wir sind relativ ausgeschlafen um kurz vor 2, also Schulschluss, in der High School angekommen und haben auf unsere Hosts gewartet, um nach Hause zu fahren und dann doch dort weiter zu schlafen.

Thursday 17.10. – last day at SHS

Der Donnerstag war unser letzter Tag an der Schule, und so genossen wir die Aufregung über das kommende Football Finale am Samstag, an dem die SHS teilnahm. Dazu gab es noch eine kleine Feier in der Sporthalle zu Ehren der Spieler, auf der wir auch einen kleinen, aber bejubelten Auftritt hatten. Vorher bekamen wir noch eine Präsentation von einem Tierfilmer über Bären zu sehen, und so wusste nun wirklich jeder, welcher der Unterschied zwischen Braunbären und Grizzlies ist, nämlich keiner. Das eine klingt nur einfach mehr dem Tier entsprechend, groß und stark. Der Nachmittag war, und da freuten wir uns, frei.

Friday – Farewell Party at Templin´s

Heute war keine Schule, sondern nur die Farewell Party bei Julie, eine der Hosts. Dass es ein „Farewell“ war, hofften wir nicht, denn Farewell heißt eigentlich so etwas, wie „Lebewohl“. Abends auf der Party wurde gegessen, Twister gespielt und schon fast vergeblich auf die Lehrer gewartet. Die kamen dann doch, mit der (allerdings den Tatsachen entsprechenden) Entschuldigung, sie seien den ganzen Tag mit ihrem Host, der Polizist ist, unterwegs, um sich von ihm, der auch als Schießlehrer arbeitet, ein wenig echtes Schießen beibringen zu lassen. Zum Ende der Party wurde auch geschossen, und zwar Gruppenfotos! Dann ging es nach Hause.

Saturday – the Big Game

Der letzte Tag für uns in Alaska, ein dunkler Tag, welcher sich aber, durch das Football Spiel, erhellte. Es war morgens und fast jeder unserer Gruppe ist dem Rat der Schüler gefolgt und sah sich das Spiel bei eisiger Kälte an. Nur Herr Urban und Herr Muth waren einkaufen. Na ja, manchmal braucht man wohl eine Auszeit von wild gewordenen und viel zu enthusiastisch gestimmten Schülern. Das Spiel gegen die Hauptstadt Juneau stand zu Anfang 12:00 für „Juno“ (wie es auf den Plakaten stand), ging dann aber doch spektakulär 22:14 für die SHS aus. Das war eine Sensation, denn dieser Pokal wurde seit fast 30 Jahren nicht mehr von unserer High School gewonnen. Es wurde überall übertragen und man hatte das Gefühl, ganz Alaska wisse Bescheid. Gegen Mittag war das Spiel vorbei, also war noch genügend Zeit zum Packen da. Am gleichen Abend war noch ein Eishockey Spiel der Anchorage Aces, von dem ich glücklich berichten kann dass es, zum ersten Mal, seit wir in Anchorage waren, gewonnen wurde. So war auch der letzte Tag ein schöner für uns.


20.10 – Farewell?!

Morgens um 7 am Flughafen waren tatsächlich alle pünktlich, jeder verabschiedete sich von jedem und dabei flossen auch schon mal ordentlich Tränen. Doch bald, nachdem wir durch die Sicherheitskontrollen und ins Flugzeug gelangt waren, mischte sich in das traurige Abschiedsgefühl auch die Freude über die Heimkehr.
Dennoch stand uns noch eine lange Rückreise bevor, die am Ende noch länger dauerte als erwartet. Während des Fluges wurden noch sehr effektive Aerobic-Übungen gemacht, was den Flug ein wenig verkürzte. Bis wir in Amsterdam waren, war alles wie auf dem Hinflug. Doch nachdem der Pilot Ewigkeiten einen Parkplatz suchen musste, und wir schon dachten, wir würden unseren Flug verpassen, sollte uns auf dieser allerletzten Etappe ein defektes Flugzeug aufhalten. Erst wurde der Flug um 10 Minuten verschoben, dann um 20, 30, 40 und am Ende waren es 1 ½ Stunden. Einigen von uns wurde das Warten angenehmer gemacht, durch ständiges Beobachten Silvie van der Vaarts, die ebenfalls mit unserer Maschine nach Hamburg fliegen wollte. Kaum zu glauben, aber mit reichlich Verspätung sind wir noch am selben Tag in Hamburg gelandet.

Es wurde noch eine kleine Ansprache unserer Lehrer gehalten, die eigentlich nur eines enthielt: „die Reise mit euch hat uns Spaß gemacht“. Das denke ich auch, denn nach Alaska kommt man nicht alle Tage. Ich möchte mich ebenfalls für die wunderbare Zeit bedanken, bin aber auch, wie viele andere, glücklich wieder hier zu sein. Für manche von uns war es nicht nur eine Reise, denn wir haben schließlich neue Freunde beinah am „Ende der Welt“ gemacht.

Das war die Reise nach Anchorage/Alaska aus meiner Sicht. Ich hoffe die Berichte geben einen guten Einblick, doch sind wir schließlich 24 gewesen und jede/r hat Anderes erlebt.

Louisa Rascher (10h)

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