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'Mathe erleben' im Jahr der Mathematik 2008 - Die Planetenrallye der Heinrich-Hertz-Schule


25.09.2008 "Mathe erleben" – das war ein bundesweiter Wettbewerb des Bremer "Hauses der Wissenschaft" anlässlich des Jahres der Mathematik 2008. Es wurden Projekte ausgezeichnet, die Spaß an der Mathematik vermitteln, sie anschaulich und zum spannenden Erlebnis machen. Und am 3. Juni stand fest: Eine von nur zwei Hamburger Schulen, die einen Preis erhielten, ist unsere Heinrich-Hertz-Schule mit der Idee einer "Planetenrallye" im Stadtpark.
Lang und aufwendig war die Vorbereitung, viele Gespräche mit Planetariumskommission und –leitung sowie dem Gartenbauamt wurden geführt, Materialien beschafft, Plakate gemalt, Quizfragen überlegt, Fragekarten und Aufgabenblätter erstellt. Aber nun am 10. September geht's endlich los. Es ist Viertel nach elf. Ein leuchtend gelber Gymnastikball, 45cm Durchmesser, das ist unsere Sonne – 3 Milliarden mal kleiner als die wirkliche Sonne. Sie strahlt vor dem Planetarium von ihrer sternenschimmernden Stele herab, um die herum wir, das sind zwei Mathelehrer mit den Schülern der 10g – morgen werden es die der 9g sein –, Tische und Bänke im Schweiße unseres Angesichts aufgebaut haben. Die ersten Sechstklässler sitzen schon hier und berechnen die maßstäblichen Planetenabstände von der Sonne. Eine der Gruppen hat durch schnelles Rechnen und geschickte Verteilung der Aufgaben unter alle Mitglieder bereits einen Vorsprung herausgearbeitet und ist jetzt dabei, mit einem Zirkel die Planetenbahnen in einer Karte des Stadtparks einzuzeichnen. Gleich wird sie loslaufen, um nach dieser Karte die in Marmeladengläsern verstauten Planetenmodelle – Stecknadelköpfe, Murmeln, Tischtennisbälle – in der Weite des Parks zu suchen. Gerade noch rechtzeitig sind mit Hilfe eines GPS-Gerätes die inneren Planeten versteckt worden in unmittelbarer Sichtweite zur Sonne – Merkur nur 19m entfernt, Mars immerhin 76m. Jeden Planeten gibt's bei uns vier mal, damit jede der vier Gruppen die Chance hat einen zu finden. Das Gelände wimmelt hier also nur so von Planeten, und so sind die natürlich nicht schwer zu finden.
Auf geht's dann zum ersten Kontrollposten – gleich jenseits der Marsbahn. Hier erhält die Gruppe die Bestätigung, dass die Planeten gefunden wurden – wenn nicht, gibt es für jeden fehlenden Planeten 20 Minuten Zeitstrafe. Dann muss zu jedem Planeten eine Frage beantwortet werden: 4 mal die Chance, bei einer richtigen Antwort 5 Minuten Zeitgutschrift zu bekommen. – Das war das Warmlaufen, nun wird es schwerer: Jupiter ist immerhin schon 260m von der Sonne entfernt, der Kreisbogen, auf dem zu suchen ist, entsprechend viel länger. Da hilft es auch nicht so sehr, dass unser größter Planet immerhin ein Jonglierball von 4,7cm Durchmesser ist und in einem größeren Marmeladenglas untergebracht wurde. Hinzu kommt: So gut die Gruppen den mathematischen Teil ihrer Aufgaben gelöst haben, so schwer fällt ihnen die Orientierung anhand der Karte. Aber es gibt ja auch noch unsere Gymnasiasten; immer einer von ihnen begleitet eine Gruppe bis zum Kontrollposten Jupiter/Saturn und gibt mit großem Herzen mehr oder weniger dezente Tipps. Von nun an aber sind die Sechstklässler auf sich allein gestellt. Was für ein Glück, dass von der Neptunbahn – 1500m von der Sonne entfernt – nur noch vielleicht 100 Meter innerhalb des Stadtparkgeländes liegen! Hat man also Uranus geschafft, so ist es nicht mehr allzu schwer auch noch Neptun zu finden. Und dann schnell zum Ziel, die letzte Frage beantworten und ein paar Süßigkeiten als Belohnung für die Anstrengung entgegen nehmen. Was für ein Glück, dass Pluto kein Planet mehr ist, sonst wäre noch einmal ein Marsch fällig von 1,5 km hin und 1,5 km zurück.
Auch an den nächsten Tagen lässt uns das schöne Wetter nicht im Stich, die richtige Sonne strahlt mit unserer um die Wette. Jetzt ist es Freitag Mittag, Viertel vor zwei. Alle neun sechsten Klassen haben es geschafft. Wir sind nun alle versammelt im großen Planetariumssaal und sind gerade zurück von einer virtuellen Reise durch unser Planetensystem. Wir haben Mars besucht mit seinen bis zu 26 km hohen Bergen, die Ringe des Saturn erkundet, uns Jupiters Auge genähert, sind eingetaucht in die Welt der Zwergplaneten jenseits von Neptun und haben unser Planetensystem von anderen Sternen aus betrachtet. Nun steht die Siegerehrung an. Medaillen gibt's aus den Händen der Zehntklässler für die besten Gruppen, einen Pokal, den Planet's Cup, für die beste Klasse. Die Goldmedaillen erhalten unter großem Beifall Katharina, Michelle, Lara, Jessica, Annemarie, Marissa und Pegah aus der 6b, die nicht nur unglaublich gut gerechnet und die versteckten Planeten ganz schnell gefunden haben, sondern auch alle Fragen richtig beantworten konnten. Den Planet's Cup aber gewinnt die 6a, weil hier gleich drei Gruppen ganz vorn dabei waren.
Richtig Spaß gemacht hat's nicht nur denen, die die Preise gewonnen haben, sondern auch den anderen, die mehr oder weniger knapp zurücklagen. Alles aber wäre nicht möglich gewesen ohne die Gymnasiasten der 9g und 10g, die mit großem Engagement die Vorbereitung und Organisation in die Hand genommen haben und die "Lütten" oftmals geradezu liebevoll betreut und angeleitet haben. Vielleicht wird die Planetenrallye ja zu einer ständigen Einrichtung an unserer Schule und der Planet's Cup zu einem richtigen Wanderpokal. Von unserem Preisgeld von 1000 € ist jedenfalls noch einiges übrig geblieben für ein nächstes Mal.

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