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Mathematik als Her(t)zensangelegenheit


22.10.2006 Es ist ja allgemein bekannt, dass es einige kluge Köpfe gibt, die sich mit Mathematik füllen lassen, aber selten kommt es vor, dass Schüler Lehrern etwas beibringen- vor allem wenn es um Mathematik geht. Dies war jedenfalls bei der MNU- Tagung der Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften am 14. September 2006 der Fall. Herr Kowalewski und drei Schüler der Heinrich-Hertz-Schule hatten an diesem Tag Mathematikunterricht mal von einer anderen Seite zu präsentieren.
Nach einer kurzen Besprechung über den Ablauf ihres Vortrags ging es auch schon los. Der Saal war mit einer Menge gelangweilter Gesichter gefüllt, die vielleicht gewöhnliche Mathevorträge erwarteten. Umso größer war die Überraschung über die Anwesenheit von drei Schülern, die auch ihren Teil zur Vorstellung beizutragen hatten. Die Aufregung bei den Repräsentanten unserer Schule war groß, aber an Vorbereitung mangelte es nicht.

Mit Powerpoint wurden die Inhalte des Vortrags besser veranschaulicht und dies gab dem gesamten Vortrag den letzten Schliff. Herr Kowalewski präsentierte mit den Schülern seinen Matheunterricht in der Stufe 11 mit Lehrmethoden, die vielen Anwesenden (einigen richtigen Matheprofessoren!) noch nicht geläufig waren. Vor allem die Themenwahl verwandelte so manch gelangweiltes Gesicht in ein interessiertes: Steuermodelle und Würfe im Sport. Beides sind Themen, die durchaus Alltagscharakter besitzen, die aber auch nicht unbedingt im gewöhnlichen Matheunterricht behandelt werden, jedenfalls nicht in der Form, die dort präsentiert wurde:

Das Jahr 2005 brachte, wie sich viele bestimmt noch erinnern können, eine wichtige und selbst für Schüler nicht ganz uninteressante Diskussion über die Einkommenssteuer. Anlässlich der Bundestagswahlen nutzte Herr Kowalewski die Diskussion über Steuermodelle für seinen Matheunterricht - ein Thema, das nicht nur die breite Masse betrifft, sondern auch eins, an dem (fast) jeder interessiert ist. Kein Wunder, denn es geht ja auch um Geld. Dies gilt auch für uns Schüler und in Mathematik konnten wir unsere eigene Vorstellung von einem gerechten Steuermodell umsetzen. Felix Willeke hatte die Chance sein Modell bei der Mathelehrerfortbildung vorzustellen und hat diese Aufgabe souverän gemeistert.

Beim Modellieren mit Steuerfunktionen haben die Schüler das Programm "Derive" kennen gelernt, ein Programm, das den meisten Zuhörern bekannt war. Allerdings war die Nutzung des Programms in dem Zusammenhang, wie er vorgestellt wurde, vielen neu.

Aber die Vorteile dieses Programms wurden nicht nur im Zusammenhang mit Steuerfunktionen genutzt, sondern auch beim zweiten Thema: Würfe im Sport. Hierbei ging es um die Berechnung verschiedener Wurfparameter im Basketball, Kugelstoßen und Badminton.
Auch hier gehörte es zum Unterrichtsprogramm, dass sich der Lehrer weitestgehend zurückhielt und nur Hilfestellungen gab. Von den Schülern wurde mehr Eigeninitiative und Selbstständigkeit erwartet. Damit hat Herr Kowalewski das aus den Schülern herauszuholen versucht, was in der Oberstufe gefordert wird.
Zwei Schülerinnen haben diese Forderungen auch voll und ganz erfüllt und durften ihr Ergebnis bei der Fortbildung präsentieren: Gonca Celik und Raina Muhs haben die Zuhörer nicht nur mit selbstständig durchgeführten Rechnungen beeindruckt, sondern auch vor allem mit der Art der Umsetzung und Präsentation, die viel Beifall geerntet hat. Gonca und Raina haben sich mit der Flugbahn eines Basketballs beschäftigt. Das Außergewöhnliche daran war, dass sie durch Schneiden eines kurzen Videofilms, der einen gelungenen Korbwurf zeigt, die parabelförmige Flugbahn des Basketballs anschaulich gemacht und berechnet haben. Hier hat sich auch wieder der Unterschied zu sonstigen Vorträgen gezeigt: Vor allem die technische Umsetzung rundet das Gesamtbild ab und genau das ist es, was die Zuhörer hier sehr geschätzt haben.
Selbst nach dem Vortrag wurden die zwei noch mit Fragen über ihre außergewöhnlich gute Umsetzung durchlöchert. Folglich war das Ergebnis dieses Vortrags trotz Aufregung grandios: Es wurde beispielhaft gezeigt, wie man Mathematik, das für viele ziemlich unbegreiflich ist, so gestalten kann, dass positive Erfahrungen in diesem Fach nicht ausgeschlossen sind. Es wurde den Zuhörern also eine Möglichkeit des sinnvollen Matheunterrichts präsentiert. Es ging hier aber nicht nur um Mathematik. Vor allem haben Herr Kowalewski und seine drei Schüler überzeugt und den Ruf unserer Schule weiter angehoben. Wir sagen "Danke" für die gelungene Präsentation.

Leila Maxhuni

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