Sanfter Übergang
Die Beobachtungsstufe (Klassen 5 und 6) am Gymnasium Dörpsweg ist ein bedeutender Zeitraum in der Schulzeit von Schülerinnen und Schülern. Wir wissen, dass die Einschulung im Gymnasium für Kinder und Eltern mit vielfältigen Erwartungen aber auch unbestimmten Ängsten verknüpft ist. So ist es unser Bemühen, diesen "zweiten Schulbeginn" so zu gestalten, dass im Rahmen eines sanften Übergangs jeder Schüler ein ganz wichtiges Ziel erreicht: Ich fühle mich zugehörig.
Um eine Vorstellung zu bieten, was uns bewegt bei der Gestaltung
der ersten drei Tage und während der Zeit der Beobachtungsstufe, sollen an
dieser Stelle einige Intentionen schwerpunktmäßig aufgelistet werden.
Hieran anschließend präsentieren wir einzelne Konkretisierungen, die unsere
Arbeit im Detail beleuchten.
-Die Schülerinnen und Schüler miteinander in Kontakt bringen
-Verhaltensnormen etablieren
-entlastende Rituale einführen
-Eigenständigkeit/ Eigenverantwortung initiieren
-Selbststeuerung fördern
-individuelle Zugänge ermöglichen
-individuelle Wahrnehmungen der Lernsituation sichtbar und bearbeitbar machen
-erste Schritte zu einer persönlichen Lernbezeichnung beschreiten
Klassenleitertage
Die Tage nach der Einschulung werden im Rahmen einer kleinen
Projektwoche von den Klassenlehrerinnen dazu genutzt, den Prozess der
Integration anzuschieben. Hierzu wird ein Programm entwickelt, das durchaus von
Jahr zu Jahr und Klasse zu Klasse unterschiedliche Schwerpunkte aufweist.
Als ein Beispiel die Klassenleitertage einer ehemaligen 5b.
Voraussichtliches Programm der Klassenleitertage nach der
Einschulung der 5. Klassen
Dienstag
8.30- 9.00 gemeinsames Frühstück
9.00- 9.20 Diktieren des Stundenplanes
9.20- 9.35 Wo wohnen wir? Der Stadtplan hilft
Pause
10.00- 10.20 Wir verteilen Ämter: Wer ist für was verantwortlich?
10.20- 10.40 Einige Grundregeln unseres schulischen Zusammenlebens
(Hausordnung) und Termine
10.45- 11.20 Kennenlernen des Schulgeländes: Was ist wo? zusammen
mit unseren Paten
11.20- 11.30 Auswertung der Rallyefragen
Pause
11.50- 12.00 Was heißt " Aktive Pause"
bei uns? Wie funktioniert sie?
12.00- 12.25 Ausprobieren der Geräte des AP-Kellers
12.25- ca. 12.35 Verabschiedung
Mittwoch
8.00- 9.35 Sport in der Halle/ auf
dem Platz
Wir treffen uns im Klassenraum
Pause
9.55-10.15 Bücherausgabe
10.15-11.30 Wir fertigen einen "Steckbrief" an ( mögl. Foto und
Ideen mitbringen)
Pause
11.50- ca. 12.35 Wir arbeiten am Steckbrief weiter
Kennenlernspiele
Die Klassenregeln
Klassenregeln bestimmen maßgeblich die Gruppenentwicklung und etablieren nachhaltig Verhaltensnormen. Diese Regeln werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern gesetzt und anschließend gut sichtbar im Klassenraum ausgehängt.
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Klassenregeln 1. Wir sind pünktlich. 2. Wir sitzen beim Läuten zum Stundenbeginn auf unserem Platz. 3. Wir haben Bücher und Hefte für die jeweilige Stunde auf dem Tisch. 4. Wir tragen Hausaufgaben in unser Hausaufgabenheft ein. 5. Wir lachen nicht andere aus. 6. Wir verhalten uns richtig. 7. Wir melden uns, wenn wir etwas sagen möchten. 8. Wir laufen während des Unterrichtes nicht durch die Klasse. 9. Wir kauen in den Stunden kein Kaugummi. 10. Wir essen und trinken nicht während des Unterrichts. 11. Wir helfen uns immer !!! 12. Wir streiten nicht. 13. Wir lehnen Gewalt durch Worte und Taten ab. 14. Unstimmigkeiten lösen wir durch Gespräche. 15. Wir nehmen keine fremden Sachen weg. 16. Jeder von uns hält seinen Platz selber sauber. 17. Der Müll kommt in den Papierkorb. 18. Wir laufen nicht in den Gebäuden. 19. Wir lassen jeden ausreden. |
Auszug aus dem Schulprogramm
Die unterrichtlichte Ausbildung in der
Beobachtungsstufe wird bestimmt durch gymnasiale Zielsetzungen. Diese sind in
den einzelnen Bildungsplänen nachzulesen. Ein Auszug aus dem Schulprogramm macht
deutlicher, wo unsere weitgehenden Schwerpunktsetzungen liegen: Es ist
erkennbar, dass eine ganzheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler
unsere durchgehende Intention ist.
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Auszug aus dem Schulprogramm für die Beobachtungsstufe Förderung der Lesekultur Förderung des mathematisch -
naturwissenschaftlichen Interesses und
Grundlagen spezifischer Fähigkeiten Förderung des
Umweltbewusstseins und -engagements Förderung von Konzentration Förderung des musikalischen
Engagements und Förderung der sozialen
Kompetenz Förderung der Sprachkompetenz
( ab Kl. 6) Förderung der
Methodenkompetenz |
