Infos der Beratungslehrerin
In allen 6. Klassen führen wir das Projekt „Weniger ist mehr“ durch. Die Schüler/-innen entscheiden sich freiwillig, für einen Zeitraum von zwei Wochen auf ein Genussmittel (Cola, Bonbons u.a.) oder eine Verhaltensweise wie Fernsehen, Videospiele zu verzichten.
Durch das Erleben neuer Gefühle und Erfahrungen während der Abstinenz erhalten die Schüler/-innen die Möglichkeiten, ihr Verhalten zu überprüfen und zu kontrollieren. Alternative Verhaltensweisen, die sie während der Abstinenz ausprobieren, können das Verhaltensrepertoire bereichern und das Verhalten verändern.
Die Klasse werden an einem Projekttag in das Projekt eingeführt und der Vertragsabschluss wird vorbereitet. Dazu werden folgende Übungen durchgeführt:
1. Die Übung „Gründe – Wirkungen – Folgen“ beschäftigt sich mit den Konsum und Verhaltensmotiven sowie den erwünschten und erwünschten Wirkungen des Konsums und Verhaltens. Sie soll die SchülerInnen auf die Auseinandersetzung mit ihren eigenen Gewohnheiten vorbereiten.
2. Das „Suchtentstehungsmodell“ erklärt die einzelnen Stadien einer Suchtentwicklung und soll verdeutlichen, welchen Einfluss wir selbst auf unser Leben haben und welche Strategien wir gegen Suchtentwicklung ergreifen können.
3. Die Übung „Liebe Gewohnheiten“ setzt sich dann mit den eigenen Gewohnheiten auseinander und beschäftigt sich vertiefend mit den positiven und negativen Aspekten. Diese Übung soll den Verzicht anbahnen und den Vertragsabschluss vorbereiten.
4. Die Verträge werden abgeschlossen.
Die vierzehntägige Abstinenz beginnt.
Im Unterricht finden Begleitmaßnahmen statt.
Das Projekt endet mit einer Abschlussbesprechung.
Wir bitten Sie, Ihre Tochter/Ihren Sohn während der Dauer der Abstinenz zu unterstützen. Das können Sie am besten, wenn Sie sich dem Projekt anschließen und ebenfalls auf eine „liebe Gewohnheit“ verzichten.
Bitte überlassen Sie Ihren Kindern die Entscheidung, auf was sie verzichten wollen. Nur ein freiwilliger Verzicht bringt die notwendige Motivation. Manche Schüler/-innen mögen nicht sagen, worauf sie verzichten wollen. Sie haben dafür ihre Gründe, sagen sich z.B. „ich schaffe das sowieso nicht“ oder „meine Eltern dürfen nicht wissen, dass ich manchmal ............. „. Bedrängen Sie Ihre Tochter/Ihren Sohn nicht. Es wird sich sicher nach dem Verzicht eine Gelegenheit ergeben, noch einmal ein Gespräch zu führen.
Viel Dank für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung!
K. Thomsen (Beratungslehrerin)
Suchtprävention
Seit August 2005 gilt an Hamburger Schulen ein generelles Rauchverbot. Damit diese Maßnahme langfristig zu einer Senkung der Nikotinsucht führt, wurde an unsrer Schule ein begleitendes Konzept zur Suchtprävention beschlossen. Dabei geht es uns zunächst vor allem darum, den Einstieg ins Rauchen zu verhindern oder zumindest zu verzögern, da jedes Jahr ein gewonnenes Jahr ist.
Unser Präventionskonzept sieht für die 6. und 7. Klassen neben der Aufklärung über die Folgen des Rauchens im Unterricht zwei zusätzliche Bausteine vor:
1. Projekt "Weniger ist mehr" (Klasse 6)
2.Teilnahme am Projekt „Be smart don’t start“(Klasse 7).
Wichtige Telefonnummern für Jugendliche
Sorgentelefonnummern mit kompetenter Beratung stehen jungen Menschen rund um die Uhr zur Verfügung. Alle Anrufe werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Die abgebildete Telefonkarte liegt auf dem Postverteiler für die Klassenbücher und hängt an der Info-Tafel vor dem Raum der Beratungslehrerin.
