Wilhelm
Lehmbruck
Wilhelm Lehmbruck (1881-1919),
deutscher Bildhauer und Graphiker, der zu den bedeutendsten Bildhauern
des 20. Jahrhunderts und herausragenden Vertretern der expressionistischen
Plastik gehört. Lehmbruck wurde in Duisburg geboren und studierte
1895 bis 1899 an der dortigen Kunstgewerbeschule. Nach dem Tod seines Vaters
1899 musste er für sich selbst sorgen und zeichnete Vorlagen für
wissenschaftliche Werke. Nebenbei arbeitete er als Gehilfe in Düsseldorfer
Bildhauerateliers, wo er u. a. die Kunst Hans von Marées’ und Konstantin
Meuniers kennenlernte. Als junger Mann reiste er durch Italien und verbrachte
die Jahre 1910 bis 1914 in Paris. Dort wohnte er mit seiner Familie auf
dem Montparnasse, begegnete Amedeo Modigliani und Constantin Brancusi und
war mit Alexander Archipenko befreundet. Von 1914 bis 1917 lebte Lehmbruck
in Berlin und war Sanitäter in einem Lazarett. 1919 schied er freiwillig
aus dem Leben. Das Schaffen Lehmbrucks markiert einen Wendepunkt in der
deutschen Plastik. Dem dichten Aufbau des plastischen Körpers in der
traditionellen Bildhauerkunst stellte er eine vielschichtige Räumlichkeit
gegenüber. Die Ansichten seiner Plastiken geben sich offen und durchlässig,
da die Verzweigungen der Konturen die in sich geschlossene Modellierung
ablösten. Ausdruck und Gebärde seiner überlangen Figuren
werden zum Symbol seelischer Emotionen, wie bereits sein erstes großes
Werk, Die Kniende, von 1911 (Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg) zeigt.
Bemerkenswert ist Lehmbrucks umfangreicher graphischer Nachlass, der zeigt,
wie er die menschliche Figur, sein Lebensthema, bis an die Grenzen des
Anonymen differenziert, ohne irgendeiner Typisierung zu verfallen.
(Leider haben wir nirgends ein Bild entdeckt.
Hier könnte man also einiges
ergänzen.)
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