SATELLITENKOMMUNIKATION:

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NERA Telecommunications



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Interview mit Herrn Zimmermann,
NERA GmbH, Hamburg

fill-in Satellitentelefon im Laptop-Format!

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Installation auf Schiffen und Lastwagen

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Weltweites Netz der INMARSAT-SATELLITEN


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Kommunikation mit der Dagmar Aaen über INMARSAT M

Die direkte Kommunikation zwischen Schiffen und mobilen Stationen an Land ist durch ein global erreichbares Netz von Satelliten enorm erweitert worden. Dieses System wurde unter dem Namen INMARSAT bekannt. Heute existieren verschieden leistungsfähige Systemkonfigurationen, die folgende Dienste anbieten:

Telefonverkehr,
Fax
Datenübertragung.

Allen gleich ist dabei, daß von einem mobilen Sender/Empfänger aus ein Satellit in einer bestimmten Region ( z.B Atlantic Ocean-Region East,Indian Ocean Region, Pacific Ocean Region, etc.) angepeilt wird. Über diesen Satelliten wird dann eine Verbindung zu einer großen Landstation aufgebaut, die wiederum die Verbindung mit einer bestimmten Telefonnummer im lokalen Netz herstellt.

Weltweit bieten inzwischen mehrere Hersteller handkoffergroße Geräte an, die z.B von Firmenangehörigen im Ausland, Botschaften, Reportern und Einzelreisenden an Orten genutzt werden, an denen es entweder kein Telefonnetz gibt oder wo es gestört oder gar abgehört wird. Rund 3800 Dollar plus Gebühren muß man dafür investieren.


Mit Arved Fuchs und seiner Mannschaft halten wir Verbindung über ein laptopartiges Gerät der Firma NERA Telekommunications, Norwegen, an Bord der DAGMAR AAEN.
Über dieses neue und kleine Gerät, ein sogenanntes mobile satcom, daß sich für auch für kleine Schiffe besonders eignet, kann man telefonieren, Faxe verschicken bzw. empfangen und sogar e-mail betreiben. Letztere Betriebsart ist für unsere Schulen besonders interessant, weil z.B. über eine Mailbox kommuniziert werden kann und deshalb keine direkte (online) Verbindung hergestellt werden muß: Man sendet oder empfängt unabhängig voneinander zu einem selbstgewählten Zeitpunkt. Im Gegensatz zum Faxtransfer können die übermittelten Daten ( Texte oder Bilder) auch weiterbearbeitet werden, was unterrichtlichen Zwecken sehr entgegenkommt.

Allerdings gibt es (noch) Einschränkungen:

Wegen der niedrigen Übertragungsrate(2,4 kb/sec) bei Filetransfer können zwar mehrere Textseiten problemlos gesendet werden, bei Bildern jedoch, die sehr große Datenmengen erzeugen, gibt es Probleme. Um die Kosten in Grenzen zu halten, können nur relativ kleine Bilder geschickt werden. Immerhin kostet so eine INMARSAT-M Verbindung rund 3 Dollar pro Minute. Wir haben uns deshalb bei Bildern auf eine Dateigröße bis maximal 15K geeinigt, damit die Bilder im Internet auf der homepage überhaupt noch einigermaßen erkennbar sind.

Die zweite Einschränkung ist durch die Tatsache bedingt, das Sende -und Empfangsantennen beim Betrieb aufeinander ausgerichtet sein müssen.
Von einem sich heftig bewegenden kleinen Segler ist dies nur mit einer Spezialantenne möglich, die alle Roll-und Nickbewegungen des Bootes ausgleicht. Diese Antenne konnte auf der DAGMAR AAEN noch nicht installiert werden, und so war man auf ruhiges Wasser im Hafen angewiesen. Manchmal klappt es aber auch auf See: 303 Seemeilen vor der Insel Jan Mayen wurde ein Bericht erfolgreich übertragen und kurz nach dem Auslaufen aus Akureyri, Island, am 13.8.97 wurden ein Text und 3 Bilder übertragen.

In diesem Schulprojekt werden Schülerinnen und Schüler mit der tatsächlichen Benutzung modernster Telekommunikationsmedien vertraut gemacht. Sie ermöglichen Schülern wie Lehrern völlig neue Unterrichtsformen und Arbeitsweisen, die nicht zuletzt der Vorbereitung dieser Jugendlichen auf ihre spätere aber gar nicht so ferne Berufswirklichkeit dienen.

Hierfür danken wir der Firma

NERA GmbH in Hamburg Wandsbek,
die Arved Fuchs mit einer INMARSAT MINI-M Anlage (NERA WorldPhone) ausgerüstet hat, ebenso wie der Zeitschrift
FIT FOR FUN ,
die den beteiligten Schulen eine digitale Kamera spendierte, die nun auf der DAGMAR AAEN dem grönländischen Festlandeis entgegenschaukelt. Unsere Schülerinnen und Schüler, aus den Sommerferien zurück, werden weiter berichten.

Ulrich Jordan, Arktis-Online, Hamburg

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