Windows 98 Second Editon:
Systemrichtlinien

Einleitung

Die Arbeitumgebung der SchülerInnen und LehrerInnen kann über so genannte Systemrichtlinien weiter gestaltet werden. Dabei geht es hier nicht darum, durch den Einsatz von Systemrichtlinien die Arbeitsumgebung absolut abzusichern, sondern ehr darum, die Benutzer zu führen. Für die Absicherung werden Wächterkarten verwendet. Wenn wir in den Systemrichtlinien einstellen, dass bei Speichern unter in Word sich sofort das Heimatverzeichnis öffnet, dann ist das ein Beispiel für das Führen. Sonst geht es darum, den Benutzern ein System zu schaffen, dass so gestaltet ist, wie sie es von daheim kennen. Weiterhin ist es in total abgesicherten System mühsam, Fehler zu finden, warum ein Programm beispielsweise nicht funktioniert.

 

Ein wenig Hintergrund

Ein Windows-PC wird im Wesentlichen durch Einträge in der Registrierungsdatenbank gesteuert. Dort können Einträge gesetzt, verändert oder auch gelöscht werden. Nach so einer Maßnahme startet der PC bei nächsten Mal angepasster - oder auch nicht.  Da der Umgang mit dieser Datenbank nicht jedermanns Sache ist, gibt es so genannte Vorlagen, die das Eintragen in die Registrierungsdatendank bewirken. Hier muss derjenige, der diese Vorlagen einsetzt nur aus einer Auswahl anhaken, wie das aus dem folgenden Bild zu sehen ist.

profi41.gif (9502 Byte)

 

Editor und Vorlagen

Das Programm zur Bearbeitung der Vorlagen heißt Poledit. Er befindet sich auf der Windows 98 CD.

Er über die Systemsteuerung/Software/Windows Setup/Diskette installiert.

Möchte man nun eine neue Systemrichtlinie erstellen, dann hat man nur den Standardbenutzer, spricht alle User, die sich an der Maschine anmelden können und den Standardcomputer zur Auswahl. Im gezeigten Auswahlfeld kann man nur lokale Benutzer eintragen, aber keine Domänenbenutzer einbinden.

Um Einstellungen für Domänenbenutzer machen zu können, öffnen wir die lokale Registrierungsdatenbank mit Poledit und tragen dort den Domänenkontroller ein.

Nun kann eine neue Richtlinie erstellt werden.

Wir können nach den Benutzern suchen lassen:

Nun können wir für die Benutzer und Benutzergruppen Einstellungen machen. Leider lässt sich nur eine Vorlage laden, und nicht wir bei NT, 2000 und XP mehrere. Damit brauchen/können  in einem System, in dem eine Security-Karte für die Sicherheit des Systems verantwortlich ist, nur wenige Einstellungen gemacht werden. Beispielsweise der Ort für den Programmordner der Gruppe Schueler auf dem Domänenkontroller, damit beim Nachinstallieren von Programmen nur an einer Stelle geändert werden muss.

Natürlich können Sie ein System auch (halbwegs) schüler- und lehrersicher machen. Wie das geht, können sie unter Windows 95 Clients im Netzwerk nachlesen. Sofern nichts anderes vereinbart wurde, wird die Systemrichtlinie im Ordner netlogon als config.pol abgelegt.

 

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Stand: 03. Dezember 2001