Windows 98 SE:
 Profile einrichten

Einleitung

In diesem Artikel wird beschrieben, wie man eine Windows 98 -Workstation so einrichtet, dass sie später geklont werden kann. Es soll also eine so genannte Vorlagearbeitsstation erstellt werden. Auf dieser werden alle Programme installiert und eingerichtet. Dabei hat es sich bewährt, die fertige Station vor dem Klonen ins Lehrerzimmer zu stellen, damit alle Kollegen ihre fachbezogenen Programme prüfen können und ggf. noch Veränderungsvorschläge machen können. Diese werden dann eingearbeitet, sofern sie sinnvoll sind. So wird auch erreicht, dass die installierten Programme auch funktionieren. Ein weiteres Ziel sollte es auch sein, dass die Oberfläche für jeden Benutzer gleich ist, egal auf welcher Arbeitsstation er sich einloggt. Wenn dieses im gesamten Netzwerk der Schule gelungen ist, dann ist der Aufwand für Schulung der KollegInnen und SchülerInnen deutlich geringer. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass die Benutzer "alle" auf der lokalen Workstation eingerichteten Programme benutzen dürfen. Damit steht den Schülern der Weg zum selbständigen Handeln offen. Sie können entscheiden, mit welchem Werkzeug sie ein gewünschtes Produkt herstellen wollen.

Es hat sich bewährt, die Arbeitsstationen durch Wächtermechanismen (z. B.: PC-Wächterkarten von Dr. Kaiser) zu schützen. Diese sollten vorher eingebaut worden sein.

Hintergrund:

Normalerweise kennt Windows 98 keine lokale Benutzerverwaltung. Alle Benutzer greifen auf ein gemeinsames Profil zu, dass jeder verändern kann. Über die Systemsteuerung/Kennwörter können verschiedene Benutzer auch verschiedene Profile haben.

Wird dann noch die Domänenanmeldung gefordert, dann werden den unterschiedlichen Domänenbenutzern auch unterschiedliche Profile zugeordnet.

Alle diese Profile liegen im Ordnern %systemroot%\profiles (i.a. windows\profiles) auf der lokalen Maschine.

Alle diese Profile leiten sich vom Benutzer Default ab. Damit sind die Einstellungen gemeint, die vor dem Einstellen der Option "Verschiedene Benutzerprofile" auf dem Rechner galten.

Jeder neue Benutzer bekommt mit der Domänenanmeldung auf der Windows 98 Arbeitsstation ein eigenes Profil, das lokal gespeichert wird. Alle Profile sehen gleich aus.

Beim Einsatz von Security-Karten macht das nichts. Die Profile werden nicht gespeichert und die Abfrage, ob man bei lokaler Anmeldung sein Profil gespeichert haben möchte, kann in den Systemrichtlinien ausgeschaltet werden.

Es ist immerhin möglich über die Steuerung in den Systemrichtlinien, Zweige des Profils in Abhängigkeit von Benutzern, Gruppen auszulagern. Damit könnte man teilzentrale Profile erstellen, indem man sie auf dem Server speichert. Dazu sind Freigaben einzurichten und die entsprechende Nutzergruppe darf nur lesend darauf zugreifen. Im Bespiel ist es der Ordner "Programme", der jetzt auf dem Server liegt.

Ohne Security-Karten kann man natürlich auch Sicherheit erzeugen. Dazu lesen Sie bitte im entsprechenden test zu Windows 95 nach.

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Stand: 03. Dezember 2001