Windows 2000 Advanced Server:
Surfen mit T-Online, Mail von WiNShuttle
unter Exchange 5.5

Zur Situation

Seit Mitte 2000 gibt es für die Schulen in Deutschland kostenlose T-Online-Zugänge. Für Schulen, die über ihren Exchange-Server bislang ihre Emails versendet haben, können ihn nach der Umstellung nicht mehr benutzen. Für die Mailübertragung an einen Exchange-Server verwendet WiNShuttle das Übertragungsprotokoll QSMTP. Dieses verlangt aber die Einwahl über einen WiNShuttle-Knoten. Leider kann der Exchange-Server nicht mit dem Übertragungsprotokoll UUCP umgehen. So bleibt nur noch das Übertragungsprotokoll POP3 übrig.  Leider besitzt der Exchange-Server bis einschließlich der Version 5.5 keinen POP3-Connector. Hier hilft nun ein Produkt der Firma ppedv mit ihrem Produkt popConnect weiter. Es ist für Schulen zum Sonderpreis von 99,- DM + MWSt. pro Server erhältlich. In der weiteren Beschreibung gehe ich davon aus, dass an der Schule ein funktionierender T-Online-Anschluss und ein Exchange-Server 5.5 nach den Vorstellungen des NT-Arbeitskreises vorhanden ist. Falls nicht, dann kann man ihn nach unserem Muster aufbauen. 

 

Bestellen von popConnect

Bestellen Sie das Programm popconnect bei ppedv. Es gibt übrigens eine Trialversion mit einer Laufzeit von 30 Tagen auf dem Server von ppedv (www.ppedv.de).

 

Umstellen der Emailübertragung

Rufen Sie die Hotline von WiNShuttle an und stellen Sie auf POP3 um. Dabei kann es laut WiNShuttle Probleme mit POP geben, wenn lange Zeit keine Email abgeholt wird, aber das kommt normalerweise in der Schule nicht vor, da der Exchange-Server die Mail automatisch abholt.

 

Erstellen eines Telefonbucheintrages

An dieser Stelle wird die Einrichtung unter Windows2000 beschrieben. Ein Beschreibung für NT finden Sie beispielsweise unter www.ppedv.de/popcon/t-online.htm.

Zunächst rufen wir die Netzwerkumgebung auf.

Dort wählen wir "Netzwerk- und DFÜ-Verbindungen".

Hier klicken wir auf "Neue Verbindung erstellen".

Es öffnet sich der Verbindungsassistent.

Wir wollen uns ins Internet einwählen.

Nun wird ein neuer Assistent geöffnet, wobei wir eine Verbindung "manuell" erstellen wollen.

Wir werden durch das Menü geführt.

Wir wählen einen Treiber für die Verbindung aus, auch wenn wir kein Modem haben ...

Nun geben wir die Telefonnummer des Zugangs an. (Eine andere Nummer geht sowieso nicht ...)

Nun geben wir den Benutzernamen und das Passwort an. Dabei gilt:
Benutzername= Anschlußkennung+T-Online-Nr.+#+Mitbenutzernummer
Beispiel: 111111111111222222222222#0001.
Die Daten finden Sie auf der Auftragsbestätigung.

Die Verbindung wird benannt.

Ein Emailkonto wird nicht erstellt.

Nun sind die Daten eingegeben.

Wir schauen uns nun noch kurz die Eigenschaften an. Das Symbol der Verbindung sollte in der Taskleiste zu sehen sein.

Falls die Verbindung unterbrochen wird, sollte neue gewählt werden. Mit diesen Einstellungen hat man fast eine Standleitung.

T-Online fordert ein unverschlüsseltes Kennwort.

Die PPP-Einstellungen werden nicht verändert.

Hier die Eigenschaften von TCP/IP.

Die gemeinsame Nutzung wird durch den Proxyserver zur Verfügung gestellt.

Da T-Online Kanalbündelung unterstützt, könnte man sie jetzt mit einstellen.

Wird eine Verbindung hergestellt, so sollte das Kennwort gespeichert werden, insbesondere dann, wenn automatisch wieder eine Verbindung bei einem Abbruch hergestellt werden soll.

 

 

Installation von popConnect auf dem Server

Wir erstellen ein Unterverzeichnis auf dem Server und kopieren die Datei popconnect.exe hinein. Der Aufruf geschieht mit dem Parameter /setup oder mit einem Doppelklick auf das Programmicon.

Es muss ein Konto erstellt werden.

Nun tragen wird die Daten unserer Konfiguration ein. Danach wählen wir den Punkt "Konto".

Die weiteren Einstellungen stehen im Konto "Master".

Der Name des POP3-Hostes muss eventuell angepasst werden.

Wir schließen die Kontoeinstellungen und öffnen die Verbindung zum Internet. 

Danach wählen wir im popConnect-Setup den Punkt "Test". Hier scheinen alle Einstellungen richtig zu sein.

 

 

Aktivieren des Relayservers

Momentan würde unsere Mail zwar die Warteschlange des Internet-Mail-Connectors verlassen können, aber T-Online würde sich weigern, Mail von WiNShuttle zu versenden. Wir lassen uns deshalb zur Nutzung des Relayservers bei T-Online registrieren.

 

 

Einstellungen auf dem Exchange-Server

Auf dem Server rufen wir über den Exchange-Administrator den Internet-Mail-Dienst auf.

Die Standardeinwählverbindung wird jetzt T-Online.

Zum Erhalt der Nachrichten muss das Programm popConnect aufgerufen werden. 

Die Anmeldeinformationen sollten nicht vergessen werden.

Die Mails sollen mit dem SMTP-Relayserver versendet werden.

Die Unterstützung für POP3 sollte aktiviert werden.

Nun muss der Internet-Mail-Dienst gestoppt und dann wieder gestartet werden, damit er die Veränderungen übernimmt.

Wir wählen in der MMC den Punkte Dienste (oder aus der Systemsteuerung...).

Dort stoppen wir den Dienst und starten ihn dann wieder.

 

 

Testen der Verbindung

Wir begeben uns an einen Clienten im Netzwerk und starten dort unser Emailprogramm, hier Outlook (Emaildomäne: gymold.hh.schule.de). Die Verbindung zum Internet sollte offen sein. Nun schreiben wir eine kurze Mail an jemanden außerhalb des lokalen Netzes (jsylla@lynet.de). 

Wir prüfen, ob die Mail nicht innerhalb einer Minute mit einer Fehlermeldung zurückkommt. Dann wurde sie nicht versendet.

Weiterhin prüfen wir am Server, ob die Mail nicht in der Warteschlange "hängt".

Auf einem Rechner mit einem Mailzugang außerhalb des lokalen Netzes (Zugang über lynet.de) prüfen wir, ob die Mail angekommen ist.

Diese Mail beantworten wir.

Danach schicken wir eine Mail an jemanden, den es in unserer Emaildomäne nicht gibt.

Falls Sie in der Schule keinen Zugriff auf einen weiteren Emailanschluss nach Draußen haben, um eine Email nach außen zu schicken, dann reicht es aus, eine Mail an jemanden zu schicken, den es nicht gibt, wie xyzzzz@lynet.de. Diese Mail geht nach draußen und kommt dann mit einer Unzustellbarkeitsnachricht zurück. Bei einer solchen Mail überprüfen wird dann den Header der Mail darauf, ob sie zu WiNShuttle gesendet wurde.

Auf dem Server rufen wir das Programm popConnect auf, hier von der Console aus dem entsprechenden Verzeichnis.

Nach kurzer Zeit werden wir feststellen, dass die Mail angekommen ist.

Am Rechner mit dem Zugang über lynet.de taucht jetzt eine "Fehlermeldung" auf, da der Exchange-Server überprüft hat, ob es den Empfänger wirklich gibt.

Nun sollte die Verbindung über popConnect richtig konfiguriert sein. Weitere Infos über das Programm selbst finden Sie in den Unterlagen des Herstellers.

 

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Stand: Julir 2001