Das Savannenklima


Der allgemein Savannenklima genannte Klimatyp umfasst das Klima der Feuchtsavanne, der Trockensavanne und der Dornsavanne, die sich z. T. sehr deutlich voneinander unterscheiden. In der Feuchtsavanne gibt es 3 - 5, in der Trockensavanne 5 bis 7,5 und in der Dornsavanne 7,5 bis 10 aride Monate (siehe Tabelle Gliederung der Tropen). Diese Unterschiede werden in den Klimadiagrammen auf der rechten Seite deutlich.
Sekondi-Takoradi liegt bei ca. 5° nördlicher Breite und  weist noch deutlich zwei Regenzeiten im Frühjahr und im Herbst auf, wobei die Niederschläge im Frühjahr besonders ergiebig sind. Die niederschlagsreichsten Monate sind Mai und Juni mit 275 und 253 mm, gefolgt vom Oktober mit 129 mm. Die Monate März bis Juli und Oktober und November sind humid, der Rest des Jahres ist arid, es gibt also 7 humide und 5 aride Monate. Die geringsten Niederschläge fallen im Januar (29 mm) und im Februar (31 mm), gefolgt vom August mit 36 mm. Die Jahresniederschlagsmenge ist mit 1205 mm noch recht hoch.

Die Temperaturen schwanken nur wenig zwischen 25 und 28° C, d. h. es ist ganzjährig heiß.
Die natürliche Vegetation in diesem Ort ist die Feuchtsavanne.
Das Klimadiagramm von Navrongo zeigt die typischen Kennzeichen des Klimas der Trockensavanne, das gekennzeichnet ist durch ganzjährig hohe Temperaturen, die im Verlauf eines Jahres um einige Grade schwanken, und durch eine ergiebige Regenzeit im Sommer von 5 bis 7 Monaten.
Navrongo liegt bei fast 11° nördlicher Breite und weist die typische Regenzeit im Sommer auf, wobei die Niederschläge im Juli, August und September mit 218, 251 und 246 mm sehr hoch sind. Die Monate Mai bis Oktober sind humid, der Rest des Jahres ist arid, wobei von Dezember bis Februar kaum Niederschlag fällt. Es gibt somit 6 aride und 6 humide Monate. 

Die Temperaturen schwanken im Laufe des Jahres etwas stärker als in Sekondi-Takoradi. Heißeste Monate sind  März und April mit 32° C, "kältester" Monat ist der August mit knapp 26°C. Die Jahrestemperaturschwankung beträgt somit 6° C, ist aber wenig bedeutend für die Ausprägung der Jahreszeiten, die hauptsächlich durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten hervorgerufen werden.
Die natürliche Vegetation in diesem Ort ist die Trockensavanne.
Die Unterschiede bei der natürlichen Vegetation in beiden Orten sind weniger auf die sich nur wenig unterscheidenden Jahresniederschlagsmengen, sondern auf die jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge zurückzuführen. Sechs aride Monate in Folge lassen das Aufkommen der Feuchtsavanne nicht mehr zu.
Das Klima der Dornsavanne, ist gekennzeichnet durch ganzjährig hohe Temperaturen mit warmen Wintern und sehr heißen Sommern sowie einer kurzen Regenzeit im Sommer und einer langanhaltenden Trockenzeit von Herbst bis Frühsommer.
Die Winter sind in Gao mit 22° C im Januar warm und die Sommer mit 35° C im Mai und im Juni sehr heiß. Die Jahrestemperaturschwankung beträgt somit rund 17° C. 
Es gibt eine kurze Regenzeit von Juli bis September, wobei nur die Monate Juli und August humid sind. Die Niederschlagsmenge ist im August mit 126 mm am höchsten, gefolgt vom Juli mit 70 mm. In der restlichen Jahreszeit von Oktober bis Juni herrscht Trockenzeit, in der z. T. gar kein Niederschlag fällt. Die Jahresniederschlagsmenge ist mit 271 mm bei den hohen Temperaturen recht gering.
Es gibt somit 10 aride und 2 humide Monate.
Die natürliche Vegetation ist hier noch die Dornsavanne, die Grenze zur Halbwüste ist allerdings nicht mehr weit entfernt.

Erklärung der klimatischen Erscheinungen: Die sehr hohen Temperaturen sind auf die intensive Sonneneinstrahlung zurückzuführen. Über allen drei Orten steht jeweils zwei Mal im Jahr die Sonne im Zenit.
Die Regenzeiten in Sekondi-Takoradi im Frühjahr/Frühsommer und im Herbst sind auf die ITC zurückzuführen, die sich zu diesen Zeiten in der Nähe des Äquators befindet. Im Winter weht der trockene NO-Passat in Richtung Äquator und dieser bringt nur wenig Niederschläge. Die Trockenheit im Sommer ist darauf zurückzuführen, dass dieses Gebiet dann zwar in der Nähe der SITC liegt, von dieser aber nur noch wenig beeinflusst wird. Die NITC ist zu weit entfernt, um noch Einfluss auszuüben. Der feuchte SW-Monsun, der sich im Sommer zwischen NITC und SITC entwickelt, hat hier seinen Ursprung, ist also bei 5° N auch nur wenig wirksam.
Die langanhaltende Trockenzeit in Navrongo ist auf den trockenen NO-Passat zurückzuführen, der als trockener Landwind von November bis April über diesen Ort weht und keine oder kaum Niederschläge bringt. Im Mai erreicht die ITC auf ihrer Nordwanderung dieses Gebiet und bringt die ersten größeren Niederschläge. In den folgenden Monaten weht dann der SW-Monsun, der vom Atlantik feuchte Meeresluft und somit Niederschläge mitbringt. Im September/Oktober überquert noch einmal die ITC bei ihrer Wanderung nach Süden diesen Ort und dann setzt sich wieder der trockene NO-Passat durch.
In Gao weht von September bis Juni der trockene NO-Passat, der als trockener Landwind keine oder kaum Niederschläge bringt. Gao liegt bei ca. 16° nördlicher Breite, die ITC wandert in Afrika bis maximal 17° N, erreicht diese Stadt im Sommer also gerade noch für knapp zwei Monate, so dass dann hier Niederschläge fallen.


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